Auszeichnungen Nominiert für den Grimme Online Award in der Kategorie Information .info Award 2010 Gewinner des Deutschen Solarpreises 2009 Umwelt-Medienpreis 2008
Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

Warum die Arktis niemand kalt lassen sollte

Die Eisdecke der Arktis ist in diesem Jahr stärker abgeschmolzen als jemals zuvor. Die Frage ist nicht mehr: "Werden wir eine eisfreie Arktis zu sehen bekommen?", sondern: "Wie schnell werden wir das sehen?" Kevin McKinney und Neven Acropolis vom Arctic Sea Ice Blog geben in einem Gastbeitrag einen Überblick über die denkbaren Auswirkungen der arktischen Eisschmelze.

Ein Debattenbeitrag von
Kevin McKinney und Neven Acropolis

Im Lauf der letzten Wochen hat die arktische Meereisbedeckung die niedrigste jemals gemessene Ausdehnung erreicht – mehrere Wochen früher als beim bisherigen Negativrekord im Jahr 2007 und auch mehrere Wochen vor dem Ende der Tauperiode. Die langfristige Abnahme des arktischen Meereises verlief unglaublich schnell. Zum jetzigen Zeitpunkt erscheint eine plötzliche Umkehr der Ereignisse als nicht sehr wahrscheinlich. Die Frage dürfte jetzt nicht mehr sein: "Werden wir eine eisfreie Artkis zu sehen bekommen?", sondern: "Wie schnell werden wir das sehen?" Durch das von mir seit drei Jahren veröffentlichte Arctic Sea Ice Blog habe ich viel über die Bedeutung des arktischen Meereises gelernt. Mit der Hilfe von Kevin McKinney habe ich den folgenden Artikel geschrieben. Es ist eine Zusammenfassung aller denkbaren Auswirkungen des verschwindenden arktischen Meereises.



Die rote Linie, die das Abschmelzen dieses Jahres zeigt, weist immer noch weiter nach unten. Hier der Stand vom 24. August. (Foto: Arctic Sea Ice Extend)

Arktisches Meereis wurde vor ungefähr 47 Millionen Jahren zu einer immer wiederkehrenden festen Größe auf der Erde. Seit dem Beginn der aktuellen Eiszeit vor etwa 2,5 Millionen Jahren war der Arktische Ozean komplett durch Meereis bedeckt. Nur während den Zwischeneiszeiten – wie der, in der wir uns gerade befinden – schmilzt ein Teil des Meereises im Sommer, wenn der Pol etwas stärker in Richtung der Sonne geneigt ist und dadurch für mehrere Sommermonate große Mengen von Sonnenlicht auftreffen. Aber selbst dann friert die eisfreie Fläche des Arktischen Ozeans mit einer frischen Schicht Meereis wieder zu, sobald es Winter wird.

Seit den Anfängen der menschlichen Zivilisation vor rund 5.000 bis 8.000 Jahren lief dieses Auf und Ab des schmelzenden und zufrierenden arktischen Meereises mehr oder weniger gleichbleibend ab. Es gab Zeiten, in denen im Sommer mehr und Zeiten, in denen weniger Eis taute. In jüngster Zeit kam es jedoch zu einer radikalen Veränderung. Seit uns Satelliten einen detaillierten Blick auf die Arktis und ihr Eis erlauben, wurde ein auffallender Rückgang der sommerlichen Bedeckung mit Meereis beobachtet; in diesem Jahr gibt es einen neuen Minusrekord.

Als der Weltklimarat IPPC 2007 seinen vierten Sachstandsbericht veröffentlichte, wurde allgemein angenommen, dass die Arktis irgendwann gegen Ende des Jahrhunderts eisfrei sein könnte. Veränderungen in der Aktis geschehen jedoch mittlerweile so schnell, dass einige Experten nun davon ausgehen, dass es 2030 zum ersten Mal eine eisfreie Arktis geben könnte. Einige sagen, dass dies sogar noch in diesem Jahrzehnt geschehen könnte.

Dieses Ereignis ist deshalb so wichtig, weil das arktische Meereeis eine große Rolle in Bezug auf die Reflexion der Sonnenenergie spielt. Eis ist weiß und reflektiert deshalb einen großen Teil des einfallenden Sonnenlichts zurück ins All. Wo es aber kein Eis mehr gibt, nimmt das dunkle Meerwasser das meiste Sonnenlicht auf und erwärmt sich. Je weniger Eis vorhanden ist, desto mehr Wasser erwärmt sich, wodurch noch mehr Eis schmilzt.

Diese sogenannte Albedo-Rückkopplung hat die unterschiedlichsten Auswirkungen auf die arktischen Gebiete. Vom verschwindenden Meereis können Arten, wie beispielsweise kleine Meeresalgen, bedingt durch wärmeres Wasser und eine verlängerte Vegetationsperiode profitieren. Für größere Arten kann fehlendes Meereis jedoch zur Katastophe werden, da ihnen das Eis zum Jagen oder zum Gebären ihrer Jungen fehlt. Die sich schnell verändernden Bedingungen haben auch negative Auswirkungen auf Völker, deren Einkommen und Kultur vom Meereis abhängig sind. Ihre Dörfer und Gemeinschaften schmelzen und schwimmen wortwörtlich dahin, weil es kein Meereis mehr gibt, das bisher ein Puffer zur Abschwächung der Wellenaktivität war.

Was in der Arktis passiert, bleibt jedoch nicht auf die Arktis beschränkt. Der schnelle Rückgang der Eisbedeckung kann Auswirkungen haben, die auf der ganzen Nordhalbkugel zu spüren sind, weil sich dadurch auch Vorgänge in der Atmosphäre verändern. Weil das Packeis in der Tauperiode immer früher zurückweicht, wird mehr und mehr Sonnenlicht vom dunklen Meerwasser aufgenommen. Dadurch erwärmt sich das Meer. Die Wärme und Feuchtigkeit, die im Herbst und Winter dann wieder an die Atmosphäre abgegeben werden, könnten zu Störungen im Jetstream führen.

Der Jetstream ist eine Windströmung in der oberen Troposphäre, die warme südlichere Luft von der kalten Luft im Norden trennt. Ein instabiler Jetstream wird "welliger", wodurch extrem kalte Luft weiter nach Süden vordringen kann. Das könnte eine mögliche Ursache für die extremen Winter gewesen sein, die es in den letzten Jahren auf der ganzen Nordhalbkugel gegeben hat.


Die roten Stellen auf der Grafik zeigen die Hitzewelle dieses Sommers in Nordamerikaund zwar zu ihrem Beginn, also im Juni. (Foto: Nasa)

Ein weiterer Nebeneffekt der ausgeprägter werdenden Jetstream-Wellen ist, dass sie sich verlangsamen und manchmal sogar ganz zum Erliegen kommen. Dies führt zu einem markanten Anstieg der Zahl von sogenannten Blockade-Wetterlagen. Diese verursachen in der Folge Extremwetterereignisse, schlicht und einfach deshalb, weil sie zu ungewöhnlich langen Perioden mit gleichbleibenden Bedingungen der einen oder der anderen Art führen. Die aktuelle langanhaltende Hitzewelle und Dürre mit Waldbränden in den USA ist ein Beispiel dafür, was passieren kann. Ein anderes Beispiel ist die kühle, trübe und extrem feuchte erste Hälfte des Sommers 2012 in Großbritannien und anderen Teilen Eurasiens.

Das immer wärmer werdende Wasser in der Arktis beeinflusst auch andere gefrorene Gebiete in der Arktis, wie zum Beispiel die Gletscher oder den Eisschild auf Grönland und in den kanadischen Schärengebieten. Da es immer weniger Meereis gibt, das wie ein Puffer wirkt, steht jetzt mehr Energie für das Abtauen der Gletscher von unten her und zur Erwärmung der Luft über ihnen zur Verfügung.

Das hat gravierende Auswirkungen auf die grönländischen Gletscher, die im Meer enden, sowie den gesamten grönländischen Eisschild. Zum einen fließen die Gletscher schneller in Richtung Meer. Zum anderen nimmt die sommerliche Schmelze an der Oberfläche des Grönlandeisschildes rasch zu. Beides zusammen führt zu einem beschleunigten Masseverlust des grönländischen Eisschildes. Durch die Erwärmung der Arktis ist ein verstärkter Beitrag zum Anstieg des Meeresspiegels unausweichlich.

Eine weiterer Weg, wie sich die Erwärmung der Arktis weltweit auswirken könnte, ist ihr Einfluss auf den Permafrost. Dauerhaft gefrorene Böden enthalten weltweit 1.400 bis 1.700 Gigatonnen Kohlenstoff. Das ist etwa vier Mal so viel wie der komplette in der Neuzeit von Menschen emittierte Kohlenstoff. Eine Studie aus dem Jahr 2008 kommt zu dem Ergebnis, dass eine Zeit mit abruptem Verlust von Meereis zu einem rapiden Auftauen von Böden bis zu 900 Meilen (knapp 1.500 Kilometer) landeinwärts führen kann.

Abgesehen von weitreichenden Schäden bei der Infrastruktur wie Straßen und Häusern in nördlichen Territorien, könnten die daraus resultierenden CO2-Emissionen letztendlich 15 bis 35 Prozent der aktuellen jährlichen Emissionen durch menschliche Aktivitäten ausmachen. Dadurch würde die Verringerung der Treibhausgase in der Atmosphäre eine noch viel schwierigere Aufgabe.

Eine noch wesentlich mehr Besorgnis erregende potentielle Quelle von Treibhausgasen ist das Methan am Meeresgrund des Arktischen Ozeans, vor allem vor der Küste Sibiriens. Diese sogenannten Clathrate – Einschlussverbindungen zweier Stoffe – enthalten geschätzte 1.400 Gigatonnen Methan, ein wirksameres, wenn gleich auch kurzlebigeres Treibhausgas als Kohlendioxid.

Methanhydrat, eine Form von Wassereis, das in seiner Kristallstruktur eine große Menge von Methan enthält, ist bei einer Kombination aus hohem Druck und niedrigen Temperaturen stabil. Bei einer Tiefe von 50 Metern oder weniger gibt es im Ostsibirischen Eissschelf die flachsten Methanhydratablagerungen. Es ist deshalb durch steigende Wassertemperaturen am stärksten gefährdet. Die aktuellen durchschnittlichen Methankonzentrationen in der Arktis liegen bereits bei 1,90 ppm (Millionstel), die höchste Konzentration in den letzten 400.000 Jahren.

Abgesehen von diesen nicht nutzbaren Quellen fossiler Brennstoffe, ist die Arktis auch reich an großen förderbaren Mengen von Erdöl und Erdgas. Während sich das Meereis zurückzieht, werden die fossilen Schätze der Arktis bereits von großen Firmen und den an den Arktischen Ozean angrenzenden Staaten gierig beäugt. Dies kann in einer Welt, in der Energie sehr schnell immer teurer wird, nicht nur zu geopolitischen Spannungen führen. Es ist auch hochgradig ironisch, dass die wahrscheinlichste Ursache für das Verschwinden des arktischen Meereises – nämlich die Förderung und das Verbrennen fossiler Brennstoffe – zu einer noch größeren Förderung besagter Brennstoffe führen könnte. Eine weitere Rückkopplung.

Berichte über die Arktis und das Meereis enthalten sehr oft Eisbärbilder. Aber auch wenn viele Tiere der Arktis durch das verschwindende arktische Meereis negativ beeinflusst werden, so steht doch sehr viel mehr auf dem Spiel. Nach Tausenden von Jahren, in denen das Meereis eine wichtige Rolle für die stabilen Bedingungen gespielt hat, unter denen sich unsere moderne Zivilisation, die Landwirtschaft und eine inzwischen sieben Milliarden starke Weltbevölkerung entwickeln konnten, sieht es nun immer mehr danach aus, dass die durch unsere Treibhausgasemissionen verursachte Erwärmung zu einem Ende dieser stabilen Bedingungen führen könnte.


Es schmilzt, es schmilzt. Hier eine Aufnahme vom August 2009. (Foto: NOAA)

Ob uns noch Zeit bleibt, das arktische Meereis zu retten, lässt sich nur schwer vorhersagen. Die Konsequenzen werden aber nicht verschwinden, wenn das Eis weg ist. Die Konsequenzen werden sich nur dann abmildern lassen, wenn wir die fossilen Brennstoffe im Boden belassen und aus der Atmosphäre fernhalten. Wie auch immer man es betrachtet, Business as usual ist keine Option.

Übersetzt von Bärbel Winkler von skepticalscience.com

Weitere Informationen zum arktischen Meereis finden Sie im Arctic Sea Ice Blog

* Redaktionelle Anmerkung: Neven Acropolis ist ein Pseudonym. Der Autor will sich damit vor möglichen unsachlichen Angriffen von Klima"skeptikern" schützen, die in den USA bedauerlicherweise an der Tagesordnung sind.


comments powered by Disqus
Diesen Text mit einem Klick honorieren:    [Erklärung]

Übrigens: Guter Journalismus kostet...

Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.

Spendenkonto

Spendenkonto
 

Werbung

Das könnte Sie auch interessieren:

Sonntag, 19. Juni 2011, 11:50 Uhr
Arktis schmilzt noch schneller
Arktischer Rat korrigiert die "konservativen" Rechnungen des IPCC zur Eisschmelze [mehr...]
Donnerstag, 19. Juli 2012, 10:08 Uhr
Ein Eisberg größer als Sylt
Erneut ist es am Petermann-Gletscher an der Nordwestspitze Grönlands zu einem riesigen Eisabbruch gekommen - zum zweiten Mal seit 2010. Und das großen Schmelzen wird weitergehen, denn die Erderwärmung ist in der arktischen Region mehr als fünfmal höher als im weltweiten Durchschnitt.
Aus Stockholm Reinhard Wolff [mehr...]
Montag, 30. Juli 2012, 08:03 Uhr
Eisbären sind älter als gedacht
Laut neuesten Forschungsergebnissen überlebte die Art bereits mehrere Erwärmungsphasen - für den gegenwärtigen Klimawandel muss das aber nichts heißen [mehr...]
Montag, 13. Februar 2012, 12:02 Uhr
Himalaya-Gletscher schmelzen langsamer
gletscher-himalaja2-nickWissenschaftler korrigieren Aussagen auf Grundlage neuer Messmethoden. Dennoch kein Grund zur Entwarnung [mehr...]
Samstag, 02. Juni 2012, 11:46 Uhr
Kohlendioxid überschreitet 400 ppm
Zum ersten Mal wurde in der Atmosphäre eine Kohlendioxid-Konzentration von 400 Teilen pro Millionen gemessen. Das ist mehr als doppelt so viel wie während der letzten Eiszeit. Forscher warnen vor einem sich selbst beschleunigenden Klimawandel.
Von Hanno Böck und Nick Reimer [mehr...]
Montag, 19. Mai 2014, 06:22 Uhr
Russlands Wissenschaft schlägt Alarm
BildDas Land der Superlative ist auch bei der Erderwärmung "Spitze": Das Zwei-Grad-Limit ist im russischen Winter längst überschritten und ein Bericht listet 545 Extremwetter im vergangenen Jahr auf, Tendenz stark steigend. Und dann ist da auch noch das Problem mit dem Permafrost.
Aus St. Petersburg Angelina Davydova [mehr...]
Montag, 31. Oktober 2011, 08:16 Uhr
"So manchem wären schweigende Klimaforscher lieber"
 Wenn auf der diesjährigen Weltklimakonferenz im südafrikanischen Durban Anfang Dezember keine zweite Verpflichtungsperiode oder eine andere Vertragsregelung gefunden wird, wird der internationale Klimaschutz auf den Stand von 1997 zurückgeworfen. In einer Serie beleuchtet klimaretter.info, was dies bedeutet. Teil 1 unseres Durban-Countdown: Der Stand der Wissenschaft, erläutert vom Potsdamer Klimaforscher Prof.  Stefan Rahmstorf.
Interview: Toralf Staud [mehr...]
Samstag, 22. Februar 2014, 12:45 Uhr
Arktis bis 2050 eisfrei
BildUS-Forscher prognostizieren eine rasante Erwärmung der Nordpolarregion. Im Jahr 2100 könnte es dort 13 Grad wärmer sein [mehr...]
Dienstag, 11. September 2012, 16:47 Uhr
Arktis: Das Ende der Schmelze
Erstmals seit Februar stieg in der vergangenen Nacht die arktische Eisbedeckung wieder. Das könnte das Ende des arktischen Sommers einläuten. Mit einer minimalen Eisbedeckung von 3,59 Millionen Quadratkilometer war das Schmelzen am Nordpol nie dramatischer als 2012.
Von Nick Reimer [mehr...]
Dienstag, 06. November 2012, 16:51 Uhr
Arktis: Offene Kühlschranktür
Der neue Minusrekord der Arktis-Eisbedeckung vom September wirkt sich auf die Bildung des Wintereises in der Region aus. Der Erwärmungseffekt des Sommers sorgt nun auch hier für neue Negativ-Zahlen: Die Eisfläche ist jetzt schon um ein Viertel kleiner als im durchschnittlichen November der Jahre 1979 bis 2000.
Aus Stockholm Reinhard Wolff  [mehr...]
Freitag, 10. September 2010, 10:27 Uhr
Arktische Gletscher werden weichgespült
groenland-Maarten_van_Rouveroy-gpSubtropisches Wasser dringt ununterbrochen in arktische Fjorde ein und lässt Gletscher schneller schmelzen. Grund sind Veränderungen der Meeresströmungen. Forscher führen das auf den  Klimawandel zurück [mehr...]
Mittwoch, 12. Februar 2014, 14:10 Uhr
Arktisches Meereis vor Februar-Minimum
BildDie Ausdehnung der Eisbedeckung in der Nordpolarregion steuert auf einen neuen Negativ-Rekord zu [mehr...]
Dienstag, 26. März 2013, 17:20 Uhr
Arschkalt durch Wärme
Minusgrade im März sprechen nicht gegen die Erderwärmung: Rückkopplung mit der Eisbedeckung von Barents- und Karasee [mehr...]
Mittwoch, 26. Oktober 2011, 08:19 Uhr
Chinas Gletscher schrumpfen drastisch
Studie wertet Daten aus, die bis ins Jahr 1961 zurückreichen [mehr...]
Samstag, 25. Februar 2012, 18:09 Uhr
Das Zwei-Grad-Ziel ist noch zu schaffen
Für den anstehenden 5. Sachstandsbericht des IPCC hat das Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie zusammen mit dem Deutschen Klimarechenzentrum ein neues und präziseres Klimamodell entwickelt. Demnach gibt es Anlass zu vorsichtigem Optimismus - falls die weltweiten Treibhausgas-Emissionen schnell und "drastisch" reduziert werden. 
Von Verena Kern [mehr...]

Werbung

Bild
Serie

Dossier
Grünes Geld

Wie können heute Geldgeschäfte Umwelt, Klima und Mensch nutzen statt schaden? Wo gibt es schon ökologische und soziale Investments? Wir berichten, ob sich grüne Anleihen lohnen, wie nachhaltige Banken wirtschaften, was Baumsparbriefe sind und wie streng es Unternehmen mit öko-sozialen Standards nehmen. [mehr...]

Aufmacherbild
Aktion des Monats

Auf ins Klimacamp! Nur in welches?

In allen deutschen Braunkohlerevieren finden in diesem Sommer Klimacamps statt. Da geht es um Begegnung, Wissensvermittlung und Aktionen für eine wirkliche Energiewende, aber ebenso um Alternativen zum Wachstumszwang. Auch in weiteren Sommercamps lässt sich das richtige Leben im falschen ausprobieren. [mehr...]

In eigener Sache
Unterstützen Sie guten Journalismus

Unabhängiger Journalismus braucht Förderer. Der Klimawissen e.V. unterstützt die Arbeit des Online-Magazins klimaretter.info. Werden Sie Fördermitglied oder spenden Sie für die Berichterstattung!

Aktuell finanzieren unsere Leser_innen rund eine viertel Redakteursstelle. Außerdem haben sie zuletzt die Berichterstattung zur Klimakonferenz in Warschau ermöglicht. [mehr...]

Werbung

Werbung


Verlagssonderveröffentlichung
Längst überfällig: Europaweites Verbot von Plastiktüten konkretisiert sich
Fotolia 52486644 SFrankreich hat ein Gesetz auf den Weg gebracht, das Einweg-Plastiktüten verbietet. Das Europäische Parlament will ein solches Verbot in den kommenden Jahren EU-weit durchsetzen. Vor allem der Verschmutzung der Meere soll so Einhalt geboten werden. [mehr...]

Zeo2: Treibhausgas ist „Wurst“

„Der Wurst-Gurke-Konflikt“ heißt die Titelstory des „Magazins für Umwelt, Politik und Neue Wirtschaft“ – zeo2. Es geht um die Frage: „Wie viel Öko-Eifer verträgt die Liebe?“ – wie es im Untertitel heißt. Das trifft sich ganz gut, denn Manfred Kriener,[…] [mehr...]

Klimaretter-Dossiers

Grünes Geld - So legen Sie Ihr Geld gut grün an
Atomkatastrophe Fukushima
 - Drei Jahre danach
Ästhetik der Energiewende - Alles verspargelt?
Sotschi 2014 - Winterspiele in den Subtropen
Koalitionsvertrag 2013 - Schlimmer als befürchtet
Volksentscheid in Hamburg - Rückkauf der Netze
Bundestagswahl 2013 - Energiewende auf der Kippe
Zukunft des EEG - Die Debatte zum "EEG 2.0"
EEG-Umlagebefreiung - Ausnahmen als Regel
Die Gesetze der Energiewende
 - Eine Analyse
Atomkraft nach Fukushima - Weltweites Innehalten 
25 Jahre Tschernobyl - Nichts gelernt aus dem GAU?
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E 10 und das Politikversagen - Wie es nun weitergeht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Gekippte Kohlekraftwerke - Ausgekohlt
Nordrhein-Westfalen-Wahl 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima ist Nebensache
Die Meseberg-Beschlüsse - Merkels Klimabilanz
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung

Klimakonferenz-Specials

Bonn Juni 2014 - Die neue Ernsthaftigkeit
Was Warschau wert ist - Meinungen und Analysen
Warschau November 2013 - COP 19 in Polen
Warschau-Countdown - Die Welt vor Warschau
Bonn Juni 2013 - Kein Sinn für Dringlichkeit
Was Doha wert ist - Meinungen und Analysen
Doha Dezember 2012 - COP 18 in Katar
Doha-Countdown - Die Welt vor Doha
Durban Dezember 2011 - COP 17 in Südafrika
Durban-Countdown - Die Welt vor Durban
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - COP 16 in Mexiko
Cancún-Countdown - Die Welt vor Cancún
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Kopenhagen Dezember 2009 - COP 15
Kopenhagen-Countdown - Vor dem Supergipfel 

Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznań Dezember 2008 - COP 14 in Polen
Bali Dezember 2007 - COP 13 in Indonesien


Werbung


Ressorts

Politik

Bild
EU-Ausgaben für Ökoenergien "ineffizient"

Der Europäische Rechnungshof kritisiert die EU-Hilfen für erneuerbare Energien als zu teuer und wirkungslos [mehr...]
Energie

Bild
Dena will Netzstreit "versachlichen"

Die halbstaatliche Energieagentur liefert Informationen über die rechtliche und technologische Lage beim Netzausbau [mehr...]
Protest

Bild
Regierung und Parlament weggebaggert

Protest gegen polnische Braunkohletagebaue – Demonstranten baggern symbolisch Regierungsgebäude in Warschau ab [mehr...]
Wirtschaft

Bild
Grillo will fracken

Beim Rohstoffkongress des BDI setzt sich der Verbandschef für die Schiefergasförderung ein. Kritik am Umgang mit Konfliktrohstoffen [mehr...]
Mobilität

Bild
Autoverkehr muss halbiert werden

Verkehr vermeiden und verlagern: Verbände legen Verkehrskonzept vor, damit Deutschland sein Klimaziel erreicht [mehr...]
Forschung

Bild
Fracking erschüttert Oklahoma

Nach neuen Erkenntnissen verursacht die Verpressung von Abwasser bei der Öl- und Gasförderung in den USA vermutlich viele Erdbeben [mehr...]
Umwelt

Bild
"Ecuador wollte immer bohren"

Ein bislang unbekanntes Dokument soll belegen: Die Regierung Ecuadors beabsichtigte nie, den Yasuní-Nationalpark unberührt zu lassen [mehr...]
Konsum

Bild
"Ohne Vertrauen geht nichts"

Mit dem Ausbau der Erneuerbaren ändern sich auch die Geschäftsfelder von Banken. Die Deutsche Kreditbank DKB hat eigens einen Fachbereich Bürgerbeteiligung gegründet, den der Betriebswirt Volker Will leitet. Bislang haben 40 Energiegenossenschaften einen Kredit bei der Bank aufgenommen, doch bei den Bürgerbeteiligungen gibt es auch Trittbrettfahrer. Teil 9 unseres Dossiers: So legen Sie Ihr Geld gut grün an.
Interview: Sandra Kirchner
[mehr...]

Werbung


Meinungen

Kommentar

Bild
Die Vignette vorm Kopf

Nun hat Verkehrsminister Dobrindt von der CSU den Vignetten-Unsinn seines Parteichefs doch noch ins Rollen gebracht. Die geplante Ausländer-Pkw-Maut ist eine Straßen-Flatrate, die Viel- und Wenigfahrer gleich behandelt. Sie ist ökologisch unsinnig und ungerecht.
Ein Kommentar von Joachim Wille
[mehr...]
Standpunkte


"Die Regierung lässt Mieter im Regen stehen"

Für die Energiewende ist das beschlossene EEG ein Schlag ins Kontor: Speziell die Regelungen zum selbst genutzten Grünstrom sind sozial extrem ungerecht. Ausgerechnet die SPD hat das zu verantworten.
Ein Standpunkt von Gero Lücking
[mehr...]
Rezension

Bild
Der Energiewende-Tourist

Lange wurden Windräder und Solarflächen vor allem als Hemmnis für den Tourismus in Deutschland betrachtet, doch langsam setzt ein Umdenken ein. Mehr und mehr Städte und Gemeinden werben nun mit ihren Erneuerbaren-Projekten. Davon zeugt die zweite Auflage des Reiseführers "Deutschland – Erneuerbare Energien erleben".
Eine Rezension von Benjamin von Brackel
[mehr...]
Kolumnen

nick3
Gigantische Überkapazitäten mit Folgen

An den Strombörsen sind die Preise für Großkunden binnen vier Jahren um zehn Prozent gefallen. Die Folge: Eon, RWE, Vattenfall und Co. werden noch weniger Geld verdienen als zuletzt. Und das geht mindestens bis 2016 so weiter – wenn sie nicht in Erneuerbare investieren.
Eine Kolumne von Nick Reimer
[mehr...]
Überraschung der Woche

Bild
Entlassungen, deutsche Fußballfans und die Axt am EEG

Kalenderwoche 27: Aus einer von Bürgern und Politik gemeinsam gewollten Energiewende ist nun ein Hindernisrennen geworden – mit freundlicher Unterstützung mehrerer Bundesregierungen, resümiert Matthias Willenbacher, Gründer von Juwi und ausgezeichnet als Greentech-Manager des Jahres 2009. [mehr...]