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First Solar, ATS und Stephan Kohler

Immer wieder samstags: Unsere fünf Herausgeber erzählen im Wechsel, was in der vergangenen Woche wichtig für sie war. Heute: Matthias Willenbacher, Gründer von juwi und ausgezeichnet als Greentech Manager des Jahres 2009.

Willenbachers Woche

Herr Willenbacher, der größte US-Solar-Konzern zieht sich aus Deutschland zurück - explizit mit einem Verweis auf die zunehmende Kürzungspolitik der Regierung. Wird es damit für die anderen Solarhersteller einfacher?

Matthias Willenbacher: Sicherlich nicht. Denn die Gründe für den Rückzug von First Solar aus Deutschland sind nicht überzogene Profiterwartungen, Managementfehler oder schlechte Produkte. Schuld am Verlust von mindestens 2.000 Arbeitsplätzen in Brandenburg ist der von der Bundesregierung ohne Not vollzogene Kahlschlag bei der Einspeisevergütung nach EEG.

Berlin hat die Förderung von Freiflächen-Solaranlagen praktisch gestrichen. Das trifft alle Hersteller, die in diesem Bereich tätig sind. Profiteure dieser kurzsichtigen Politik sind allein die Chinesen. Ihre dank staatlicher Subventionen zu Dumpingpreisen auf den Markt geworfenen Produkte sind künftig – zumindest in Deutschland - praktisch konkurrenzlos. Heißt im Klartext: Der Ausbau der Solarenergie wird auch bei uns weitergehen. Es ist nur die Frage, ob mit oder gegen unsere deutschen Arbeitsplätze.

Auch Siemens leidet unter der Energiewende: Wegen der Windkraftprobleme auf See wird der Gewinn geringer ausfallen als prognostiziert. Und auch der Konzern RWE, der diese Woche zur Hauptversammlung lud, bejammert die Energiewende. Klingt so, als würden alle klagen: Wer macht hier für wen Politik? Ihr Herausgeber-Kollege Gero Lücking hat vergangene Woche behauptet: "Die Energiewende ist nicht mehr aufzuhalten." Aber wenn augenscheinlich niemand in der Wirtschaft profitiert: Hat er dann Recht?

Ja, Gero Lücking hat Recht: Die Energiewende ist nicht mehr aufzuhalten. Denn die Menschen in Deutschland möchten die Energiewende; gefährliche Atomkraft und dreckiger Kohlestrom sind für sie keine Alternative mehr. Umfragen zeigen, dass über 90 Prozent der Bundesbürger den verstärkten Ausbau der erneuerbaren Energien für wichtig oder auch für sehr wichtig halten. Ein Zurück gibt es nicht mehr.

Was das Jammern der Großkonzerne angeht: Die Anfangsvergütung für Windenergieanlagen im Meer beträgt bis zu 19 Cent pro Kilowattstunde! Die Anfangsvergütung für Windenergie an Land beträgt dagegen weniger als die Hälfte, nämlich 9 Cent pro Kilowattstunde. Dass es nun auch noch Probleme bei der elektrischen Anbindung von Offshore-Windparks gibt, spricht dafür, dass diese Technologie nicht nur teuer, sondern auch noch nicht ausgereift ist. Anstatt die Energiewende voranzutreiben, wie gerne von den Großkonzernen behauptet wird, bringen Offshore-Anlagen selbige ins Stocken und verteuern sie unnötigerweise. Denn zu den hohen Kosten für Offshore-Anlagen kommen die Kosten für den Ausbau der Überlandleitungen, die den Strom von Nord nach Süd transportieren sollen.

Onshore-Windkraft ist heute auch im tiefsten Binnenland, wo der Wind mäßiger weht, sehr attraktiv. Auf die Technik kommt es an! juwi hat mit dem niederländischen Unternehmen MECAL die ATS-Technologie entwickelt. Das sind Türme, die sich mit hohen Nabenhöhen von bis zu 145 Metern perfekt für Windenergie tief im Binnenland eignen. Dafür wurden wir beim Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen" als besonders innovativ ausgezeichnet.

Und was war für Sie die Überraschung der Woche?

Positiv überraschend für mich waren die gestrigen Aussagen vom Geschäftsführer der Deutschen-Energie-Agentur, Stephan Kohler, beim Energieforum 2012 der IHK Rheinhessen zum Thema "Versorgungssicherheit und Konkurrenzfähigkeit mit der Energiewende". Kohler äußerte sich nicht nur zuversichtlich, dass die Ausbauziele der Bundesregierung, sowohl im Wind-, als auch im Photovoltaik-Bereich, erreicht würden, sondern auch, dass die Energiewende insgesamt auf einem sehr guten Weg ist. Auch die ambitionierten Ausbauziele der Länder bewertete er durchweg positiv. Vor allem im Windbereich werden diese die des Bundes bei Weitem übertreffen.

Auf einer ähnlichen Veranstaltung vor drei Jahren klang das noch weniger enthusiastisch: "Zu teuer" und "geht nicht" war damals seine Wortwahl auf die "Ausbauziele bei den erneuerbaren Energien" angesprochen. Vom Begriff "Energiewende" wollte er damals noch nichts wissen.

Von daher bin ich positiv überrascht, dass hier ein wahrnehmbarer Meinungsumschwung stattgefunden hat, wenngleich ich ihm in einem zentralen Punkt widersprechen muss: Auch in Süddeutschland wird ein frischer Wind wehen. Die Nutzung der Windkraft wird sich, wie im Rest der Republik, auch in Bayern und Baden-Württemberg durchsetzten! Da bin ich mir absolut sicher!

Vielleicht setzt der Meinungsumschwung von Stephan Kohler diesmal ja etwas früher ein ... und nicht erst nach drei Jahren.

Fragen: reni


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