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Raus aus dem Stau

Aus Gewohnheit steigen wir jeden Morgen ins Auto, obwohl das weder dem Klima noch den Mitmenschen guttut – und auch uns selbst nicht. Zum Umstieg auf das Fahrrad oder die Öffentlichen fehlt oft nur noch ein Anstoß – den wollen Jugendliche jetzt mit einer bundesweiten Kampagne geben.

"Mein Auto verkaufen zu müssen war sicherlich schwer für mich, aber die Freiheit, die mir das Fahrradfahren jeden Tag gibt, die ist viel mehr wert als mit dem Auto zu fahren", sagt Katherina Wührl über ihren Umstieg.

Hol dein Leben zurück, fahr Rad: Das Video zur Auto-Ausstiegs-Aktion. (Video: BUNDjugend/​MeerkatPlanet/​Youtube)

Sie sagt es in einem Film des Umweltverbandes BUNDjugend, aber die 35-jährige Projektmanagerin aus Berlin gibt es wirklich, genauso wie die anderen Porträtierten in dem knapp dreiminütigen Streifen.

Mit dem Video startet die erste bundesweite Aussteigerkampagne für Autofahrer. "Car Exit" will Autofahrern helfen, das Leben mit Staus, ewiger Parkplatzsuche und hohen Mobilitätskosten hinter sich zu lassen.

Autofahren hat viele negative Auswirkungen auf die eigene Gesundheit und die Gesundheit anderer, auf die Umwelt, das Klima. Das ist eigentlich allen bekannt, viele steigen aber aus Gewohnheit jeden Morgen in ihr Auto, obwohl es gar nicht nötig wäre, weil sie zum Beispiel in der Stadt leben und es nicht so weit zur Arbeit haben.

Sich besser fühlen

Die jungen Umweltschützer haben deshalb auf der Car-Exit-Website Argumente und Tipps für einen erfolgreichen Umstieg zusammengetragen. Dabei geht es nicht nur um die Umwelt, sondern auch um Schnelligkeit, Sicherheit, Freiheit und Fahrspaß.

Auch wenn beim Lesen und Hören vieles plausibel erscheint, man muss erst mal darauf kommen. Wie die Schülerin Alma im Video: "Wer Auto fährt, geht oft ins Fitnessstudio, um sich da fit zu machen, was er ja im Auto nicht schafft – anstatt einfach mit dem Fahrrad zu fahren oder zu Fuß zu gehen."

BildWas Sie bisher theoretisch gut fanden, können Sie jetzt ausprobieren. (Foto: Sandra Kirchner)

Auf www.carexit.org können Sie sich die Argumente und Tipps der Jugendlichen ansehen

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