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"Klimazeugen" protestieren gegen Jänschwalde

Vor dem Braunkohlekraftwerk Jänschwalde in der brandenburgischen Lausitz haben heute Greenpeace und Oxfam gemeinsam mit drei "Klimazeuginnen" aus Nigeria, Südafrika und Papua-Neuguinea gegen den Abbau und die Verbrennung von Braunkohle durch den schwedischen Energieriesen Vattenfall demonstriert. Sie hielten Schilder hoch, auf denen symbolisch die Folgen des Klimawandels in ihren Ländern abgebildet waren - Trinkwassermangel in Südafrika, Dürre in Nigeria und Meeresspiegelanstieg in Papua-Neuguinea. Am gestrigen Donnerstag hatten die Frauen dem Umweltausschuss des Bundestages zum Thema berichtet und - rund zwei Wochen vor der UN-Klimakonferenz in Durban - mehr Engagement für den Klimaschutz von der Bundesrepublik eingefordert.


Lässt sich in fast schon malerischer Manier fotografieren, ist aber trotzdem verdammt schmutzig: Kohlekraftwerk Jänschwalde, drittgrößter Kohlendioxid-Emittent Europas. (Foto: Vattenfall)

"In meiner Heimat Südafrika verdorren durch die weltweite Erwärmung die Felder", sagte Zukiswa Nomwa, Sprecherin der Environment Monitoring Group in Südafrika. "Konzerne wie Vattenfall tragen mit ihrer Energiepolitik eine Mitschuld." 

Das Braunkohlekraftwerk Jänschwalde ist der drittgrößte CO2-Emittent Europas. Daneben betreibt Vattenfall in der Lausitz noch zwei weitere Kohlekraftwerke und fünf Tagebaue - und plant noch fünf weitere. Mehr als 3.000 Menschen müssten dafür ihre Dörfer verlassen. 

Braunkohle ist besonders klimaschädlich. Es setzt bei der Verbrennung etwa dreimal so viel CO2 frei wie Erdgas. 

Derzeit läuft das Planverfahren für eine Erweiterung des Tagebaus Welzow-Süd II. Unter www.greenpeace.de/braunkohle können Bürger ihre Stimme dagegen abgeben.

klimaretter.info/vk


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