"Fossil des Tages" für Japan
Anlässlich der Klimaverhandlungen in Panama hat das Climate Action Network den "Fossil of the Day" (Fossil des Tages) an Japan verliehen. Trotz der Reaktorkatastrophe von Fukushima fordere das Land weiterhin, Atomkraftwerke im Rahmen des Clean Development Mechanism (CDM) als Klimaschutzprojekte anzuerkennen.

Japan betreibt Lobbyarbeit für Atomkraft - trotz Fukushima. (Foto: Tepco)
Bei CDM-Projekten können Firmen aus Industrieländern Maßnahmen in Entwicklungsländern finanzieren, die dort zum Klimaschutz beitragen. Hierfür erhalten sie Emissionszertifikate und können somit im eigenen Land mehr Treibhausgase ausstoßen. Atomkraftwerke sind bislang von diesem Mechanismus ausgeschlossen.
Doch nicht nur Kritik kommt diesmal vom Climate Action Network: Der "Lichtblick des Tages" (Ray of the Day) geht an Dänemark - die neue Regierung sei mit dem Ziel, den Kohlendioxid-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent zu senken, vorbildlich.
Der "Fossil of the Day" wird vom Climate Action Network regelmäßig während Klimaverhandlungen vergeben. "Ausgezeichnet" werden Akteure - teilweise Staaten, teilweise auch Firmen oder Lobbyverbände - die besonders negativ aufgefallen sind.
klimaretter.info/hb
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