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Robin Wood: Umweltpreis für Regenwaldzerstörung

Der "Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management" (B. A. U. M.) verleiht heute seinen jährlichen Umweltpreis an Harry Brouwer, Vorstandsvorsitzender bei Unilever. Umweltschützer werfen dem Nahrungsmittelkonzern jedoch vor, durch die Nutzung von Palmöl aus Indonesien für Regenwaldzerstörung verantwortlich zu sein. Die Preisverleihung findet auf dem Gelände des Flughafens Hamburg statt - der Flufhafen selbst ist eines der Mitgliedsunternehmen bei B. A. U. M..


Zerstörter Regenwald auf Sumatra - Umweltschützer halten Unilever für mitverantwortlich. (Foto: Robin Wood)

„Der B.A.U.M-Preis für Unilever ist ein Schlag ins Gesicht der Palmölopfer in Indonesien", sagt Peter Gerhardt von der Umweltorganisation Robin Wood. Nach Angaben der Organisation "Rettet den Regenwald" sei der Konzern Wilmar - einer der wichtigsten Palmöllieferanten für Unilever - verantwortlich für einen Angriff der indonesischen Polizeieinheit Brimob auf ein Dorf auf der Insel Sumatra. Am 10. August stürmten Polizisten gemeinsam mit Wilmar-Sicherheitskräften die Siedlung Sungai Beruang, der Umweltaktivist Feri Irawan aus Indonesien berichtet von vielen Verletzten.

"Rettet den Regenwald" fordert von Unilever, Palmöl in seinen Produkten durch einheimische Fette zu ersetzen. Palmöl wird in vielen Lebensmitteln - etwa in Rama-Margarine oder Süßigkeiten - genutzt, da es das einzige pflanzliche Fett ist, welches in natürlichem Zustand bei Raumtemperatur nicht flüssig wird.

Die Organisation B. A. U. M. ist nach eigenen Angaben "die größte Umweltinitiative der Wirtschaft in Europa". Mitglied sind 500 Unternehmen, darunter auch viele, bei denen man ökologisches Engagement eher nicht verorten würde - Eon, Damiler, Lufthansa oder die Deutsche Bank beispielsweise.

klimaretter.info/hb

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