Philadelphia: Protest gegen Schiefergas
Hunderte Umweltschützer haben in der Nacht zu Donnerstag gegen die Industriekonferenz "Shale Gas Insigt" in Philadelphia (Bundesstaat Pennsylvania) protestierten und ein Verbot der Förderung von Schiefergas durch die sogenannte Fracking-Technologie gefordert. Der ehemalige Gouverneur von Philadelphia, Tom Ridge (Republikaner), warf den Demonstranten Hysterie vor. Der heute als Industrieberater arbeitende Ridge hielt eine Rede auf der Konferenz.

Proteste vor dem Konferenzgebäude. (Foto: damascuscitizens.org)
"Fracking ist eine Katastrophe, die sich gerade über Pennsylvania in beispielloser Geschwindigkeit verbreitet", sagte Josh Fox, der Regisseur des Dokumentarfilms Gasland, auf der Demonstration. "Die Gasindustrie verseucht die Wasserversorgung, die Luft und die Häuser von Menschen überall wo sie hinkommt."
Schiefergas gehört zu den sogenannten unkonventionellen Gasquellen. Es wird durch Fracking gefördert, einer Technologie, bei der Sand, Wasser und Chemikalien in den Boden eingebracht wird, um mit Sprengungen anschließend in Gesteinsschichten gebundenes Erdgas fördern zu können. In den USA boomt die Technologie seit einigen Jahren und hat an vielen Orten dazu geführt, dass Wasserquellen nicht mehr genutzt werden konnten.
klimaretter.info/hb
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