Fahrradproteste gegen A 100
Unter dem Motto "A 100 abwählen" wandten sich etwa 200 Menschen auf einer Fahrrad-Inlines-LKW-Demonstration heute gegen den Weiterbau der Autobahn im Südosten Berlins. Sie fuhren die Strecke ab, die möglicherweise künftig von LKWs als Schleichweg durch die Innenstadt genutzt wird, wenn der Autobahn realisiert werden würde.

Der Weiterbau der A 100 gilt als eines der teuersten Straßenbauprojekte überhaupt. Da die Route durch innenstädtisches Gebiet führt, müssten viele Menschen umgesiedelt und Häuser - mit entsprechender Entschädigung - zwangsenteignet werden. Bereits zum Opfer fiel den Plänen dieses Jahr eine Kleingartenkolonie in Berlin-Neukölln.
Nach längerem Streit hatte sich die rot-rote Koalition in Berlin entschlossen, die endgültige Entscheidung nicht vor der Wahl zu treffen. Die in Berlin mitregierende Linkspartei spricht sich gegen den Autobahnbau aus, ihr Koalitionspartner, die SPD, war im Jahr 2009 mehrheitlich zunächst gegen - beim nächsten Parteitag ein Jahr später jedoch wieder mehrheitlich für den Ausbau. Während die oppositionellen Grünen angekündigt hatten, den Bau der A 100 in jeder Koalition verhindern zu wollen, spricht sich die CDU klar für den Bau aus. Am 18. September wird in Berlin das Abgeordnetenhaus neu gewählt.
klimaretter.info/hb
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