Gutachten: S21 besteht Stresstest
Nach dem Gutachten der Schweizer Firma SMA hat die Bahn den sogenannten Stresstest für den Bahnhofsneubau S21 bestanden: "Die vom Schlichter geforderten anerkannten Standards des Eisenbahnwesens sind eingehalten", heißt es nach Informationen von Spiegel Online darin. Und: "Unsere Prüfung der Simulationsergebnisse hat gezeigt, dass die geforderten 49 Ankünfte im Hauptbahnhof Stuttgart in der am meisten belasteten Stunde und mit dem der Simulation unterstellten Fahrplan mit wirtschaftlich optimaler Betriebsqualität abgewickelt werden können."
Protest gegen Stuttgart 21. (Foto: Robin Wood)
In den Schlichtungverhandlungen zu S21 war vereinbart worden, dass der geplante unterirdische Bahnhof 30 Prozent leistungsfähiger sein muss als der bisherige überirdische Kopfbahnhof. Trotz des Gutachtens dürfte der Streit um Stuttgart weitergehen: Der grüne Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer erklärte, die Bahn habe ihr Ziel klar verfehlt. In der Schlichtung sei vereinbart worden, dass der Neubau Verspätungen abbaue. "Doch heraus gekommen ist lediglich, dass keine zusätzlichen Verspätungen entstehen", sagte Palmer. "S21 würde also schon am Tag der Eröffnung überlastet sein."
Zuvor hatte bereits das Aktionsbündnis gegen den Bahnhofsneubau erklärt, aus dem Schlichtungsprozess auszusteigen und die Präsentation des Stresstests am nächsten Dienstag zu boykottieren. Die Sprecher des Aktionsbündnisses, Brigitte Dahlbender und Hannes Rockenbauch, sagten, der Stresstest habe nichts mit einem Leistungstest zu tun. Da nicht mehr auf Augenhöhe debattiert werde, werde man "mit großem Bedauern" aus dem Dialog aussteigen.
klimaretter.info/mare
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