Gericht: Greenpeace-Aktivisten bleiben in Haft
Ein Gericht in Grönlands Hauptstadt Nuuk hat am späten Montagabend entschieden, dass 17 Greenpeace-AktivistInnen, die nach der Protestaktion auf der Ölbohrplattform "Leiv Eiriksson" vergangene Woche festgenommen worden waren, bis zu 2 Wochen in Haft bleiben müssen. In dieser Frist müsse über die Frage einer Ausweisung und von Geldbußen entschieden werden, so die Richter. Einer der Aktivisten wurde unmittelbar ausgewiesen.

Kühne Kletterei: Diese Aktivisten besetzten vergangene Woche die Ölplattform "Leiv Eiriksson", um auf die Gefahren der Tiefsee-Bohrung aufmerksam zu machen. (Foto: Greenpeace)
Ebenfalls am Montag begann vor einem Gericht in Amsterdam - dort sind die beiden Greenpeace-Schiffe "Esperanza" und "Arctic Sunrise" registriert, die zur Zeit vor Westgrönland aktionieren - die Verhandlung über ein von der Ölgesellschaft Cairn anhängig gemachtes Verfahren: Mit einer einstweiligen Anordnung und Strafandrohung von 2 Millionen Euro pro Tag für jede Zuwiderhandlung will Cairn Greenpeace weitere die Bohrarbeiten störende Aktionen verbieten.
Das Gericht vertagte seine Entscheidung auf Mittwoch. Laut Greenpeace zeigte das Gericht Verständnis für die Forderung der Umweltschutzorganisation, Cairn möge die Bereitschaftspläne für den Katastrophenfall öffentlich machen.
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