Atomausstieg: SPD will zustimmen
Die SPD hat Zustimmung zu den schwarz-gelben-Ausstiegsplänen signalisiert. Die Pläne weitgehend zum rot-grünen Ausstiegsbeschluss zurückführen, heiße es in Parteikreise, schreibt Zeit Online. Das sei dann akzeptabel. Die Grünen wollen einen Sonderparteitag einberufen, um ihre Haltung zu finden.

Für sie sollte der Atom-Ausstieg deutlich schneller kommen. (Foto: Malte Dörge / PubliXviewinG)
Atomkraftgeener haben den Regierungsbeschluss zur Atomkraft unterdessen hart attakiert. "Die Ethik-Kommission zeigt mehr Ambitionen", urteilt etwa Klaus Mielke, Vorstandschef von Germanwatch. "Mit diesen Beschlüssen wird die Bundesregierung den gesellschaftlichen Konflikt um die Atomenergie nicht befrieden können", prophezeit Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation ausgestrahlt: Nach neuesten Umfragen wollen zwischen 50 und 57 Prozent der Bevölkerung einen deutlich schnelleren Atomausstieg und werden sich deshalb mit diesem Ergebnis nicht zufriedengeben.
"2022 ist für Greenpeace absolut inakzeptabel", urteilt auch Tobias Münchmeyer, Energieexperte von Greenpeace. Dies sei nicht der schnellstmögliche, den Kanzlerin Angela Merkel versprochen habe. Münchmeyer: "Merkel hat ihr Wort gebrochen und nichts aus Fukushima gelernt. So setzt sie Millionen von Menschenleben noch elf Jahre unnötigerweise einer hohen Gefahr aus." Greenpeace hatte vorgerechnet, dass ein schnellstmöglicher Atomausstieg innerhalb von vier Jahren versorgungssicher möglich sei.
klimaretter.info/reni
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