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Da waren´s nur noch vier AKW

RWE hat am heutigen Samstag sein Atomkraftwerk Emsland in Lingen vom Netz genommen. Grund hierfür ist eine routinemäßige Revision. Damit speisen an diesem Wochenende nur noch vier der insgesamt 17 deutschen Atom-Reaktorblöcke Strom ins Netz ein: Gundremmingen C, Isar 2, Neckarwestheim 2 und Brokdorf.

Die Bundesnetzagentur erklärte, Versorgungsengpässe seien nicht zu befürchten. Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation "ausgestrahlt" sagte allerdings: "Wir befürchten, dass die Stromkonzerne einen Blackout bewusst inszenieren könnten, um die Bevölkerung in der Debatte um den Atomausstieg zu verunsichern. Oder aber sie wissen ganz genau, dass weder die derzeit abgeschalteten AKW noch die Kaltreserve gebraucht werden, um das Stromnetz stabil zu halten."


Luftballons gegen Atomkraft: Am Atomkraftwerk Unterweser demonstrierten etwa 300 Aktivisten. (Foto: Regine Berges)

Tausende schwarz-gelbe Luftballons haben Atomkraftgegner heute am AKW Unterweser aufsteigen lassen. Mit der Windrichtung, in die die Ballons wehten, wollen sie auf die Gefahr hinweisen, in welche Richtung eine radioaktive Wolke bei einem Unglück ziehen könnte. Die Aktivisten befürchten, dass das per "Moratorium" vorübergehend stillgelegte AKW im Juni wieder ans Netz gehen könnte. Betreiber Eon hatte am Freitag erklärt, der Reaktor verfüge bei "nahezu allen unterstellten Szenarien" der Reaktorsicherheitskommission über Sicherheitsreserven, die über die festgelegten Minimalforderungen hinausgehen.

Unterdessen beklagen 900 Professorinnen und Professoren Ignoranz bei der regierenden Politik. Sie hatten sich in einem Appell für den schnellstmöglichen Ausstieg aus der Atomenergie eingesetzt und diesen allen Ministerien, den Bundestagsfraktionen, der Regierung, Reaktorsicherheitskommission und der Ethikkommission zugesandt. "Wir haben bis heute keinerlei Reaktion feststellen können", erklärte Wolf Schluchter, Professor an der TU Cottbus und einer der Initiatoren des Aufrufes.

klimaretter.info/reni


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