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Moorburgs Trassen-Verfahren gestartet

Vattenfall hat seine Fernwärmetrasse vom geplanten Kraftwerksneubau in Hamburg Moorburg beantragt. Wie die Senatsbehörde für Stadtentwicklung und Umwelt der Hansestadt mitteilte, liegen die Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren aus. Einwendungen gegen das Vorhaben können bis einschließlich 15. Juni in den Dienststellen schriftlich erhoben werden. Die Baukosten für die Trasse werden auf 260 Millionen Euro veranschlagt.


Vattenfalls Plan: Ursprünglich im nächsten Jahr sollte Moorburg ans Netz. (Foto: Vattenfall)

Ursprünglich hatte Vattenfall bereits eine Plangenehmigung für die Fernwärmeleitung von Hamburg-Moorburg nach Altona im  Juni 2009 erteilt bekommen. Allerdings ist diese durch ein anhängiges Klageverfahren nicht mehr rechtskräftig. Im Hinblick auf die ungewisse Dauer und den Ausgang des Klageverfahrens hatte sich die Vattenfall entschlossen, ein neues Planfeststellungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung und somit auch mit Öffentlichkeitsbeteiligung zu beantragen.

"Moorburg mutiert weiter zur Investitionsruine – nun ist es an der Zeit, zumindest die Weichen für eine gesicherte, klimafreundliche und auch sozialpolitisch tragbare Fernwärmeversorgung in Hamburg zu stellen," erklärt Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg. Mit einer kohlebefeuerten Fernwärmeversorgung wären die Klimaschutzziele, die auch der neue Senat anerkennt, in Hamburg nicht zu erreichen. Dies hat unlängst ein stadteigenes Gutachten zum Masterplan Klimaschutz ergeben.

Nach dem 15. Juni können noch Einwendungen schriftlich bis zum 29. Juni eingereicht werden, die Antragsunterlagen sind auch im Netz zu finden. Einwendungen die nach Ablauf dieser Frist eingehen, werden nicht berücksichtigt. Nach Auswertung aller Einwendun­gen und Stellungnahmen werden diese im Rahmen eines Erörterungstermins voraussichtlich im Herbst mit allen Beteiligten erörtert.

klimaretter.info/reni

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