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6.700 Bäume gegen Kohlendioxid-Lager

Mehr als 6.700 Bäume wurden in den letzten vier Wochen bundesweit als Protest gegen die Kohlendioxid-Verpressung aus Kohle-Kraftwerken gepflanzt. Zu der Aktion "Obstbäume statt CO2-Endlager" hatten der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), die Baumpflanz-Initiative Wikiwoods, Robin Wood, der Verein BruchKultur und die Schülerorganisation Plant for the Planet aufgerufen. An 111 Standorten wurden in Deutschland, aber auch Österreich oder Moldawien Bäume wie die Williams Christbirne, der Dülmener Rosenapfel oder Knauffs Schwarze Herzkirsche gesetzt.

"Die Teilnahme so vieler Menschen an den Baumpflanzaktionen zeigt, dass das CCS-Gesetz und die CO2-Endlagerpläne von Bundesregierung und Energiekonzernen in den betroffenen Regionen und darüber hinaus auf Ablehnung stoßen", sagt BUND-Energieexperte Robert Pörschmann. Die Bundesregierung will mit einem Gesetz zur Kohlendioxid-Abscheidung und Verpressung den Weg für Konzerne wie Vattenfall freimachen, der in Brandenburg Kohlendioxid aus einem CCS-Demonstrationskraftwerk verpressen will.


Auch 2010 wurde unter dem Motto "Obstbäume statt CO2-Endlager" bereits fleißig gepflanzt, hier in Schleswig-Holstein. (Foto: Wikiwoods)

Die Organisatoren der Baumpflanz-Aktion kritisieren, die Kohlendioxid-Einlagerung sei etwa durch Grundwasserverschmutzung oder eventuelle Leckagen mit erheblichen Risiken für Umwelt und Anwohner verbunden.  Wikiwoods-Sprecher Ingo Frost: "Es darf nicht sein, dass wir die Kosten von Endlagern kommenden Generationen aufbürden und gleichzeitig über Jahrmillionen entstandene Ressourcen wie die Lausitzer Braunkohle in kürzester Zeit durch die Schornsteine jagen".

klimaretter.info/sam

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