CCS-Protest vor Kohle-Kongress
Das Informationszentrum Klima (IZ Klima) hat für den heutigen Montag zum CCS-Kongress geladen. Neben Vertretern der Energiekonzerne Vattenfall und RWE, beide Mitglieder des Informationszentrums, nehmen an den Diskussionen auch Vertreter von BUND und Grünen teil. Als prominenter Gast soll EU-Energiekommissar Günther Oettinger eine Rede halten. Vor dem Kongressgebäude, dem Café Moskau in Berlin, protestierten am Morgen Gegner der umstrittenen Technologie zur Abspaltung und Speicherung von Kohlendioxid (Carbon Capture and Storage CCS).

CCS-Gegner protestieren vor dem Café Moskau in Berlin. Drinnen treffen sich Vertreter der Kohlebranche. Auch eine Grüne ist geladen. (Foto: ideengruen.de)
Vor dem Kongressgebäude versammelten sich am Morgen fast 50 Demonstranten. Die Vertreter der Umweltorganisation Greenpeace sowie von Bürgerinitiativen aus den von einer möglichen Kohlendioxid-Einlagerung betroffenen Gebieten protestierten mit Bannern, Plakaten und gelben Warnwesten gegen die "CCS-Risikotechnologie". Seit der Veröffentlichung der unter Verschluss gehaltenen potentiellen CO2-Endlager durch die Umweltorganisation Greenpeace sei klar, dass es in Deutschland keinen Ort gebe, wo CCS eingesetzt werden könne. "Die Einlagerung des Klimagiftes unter besiedelten Gebiet ist mit den Menschen nicht zu machen", sagte Ute Lein, Mitglied der Bürgerinitiative "CO2-Endlager stoppen" aus dem Landkreis Oder-Spree.
Das IZ Klima wurde 2007 gegründet. Neben Vattenfall und RWE gehören auch die großen Energiekonzerne EnBW und Eon dem Zentrum an, sowie unter anderem Siemens, ThyssenKrupp, und DB Energie. Hermann Scheer, verstorbener Präsident von EUROSOLAR, hatte den Lobby-Club als millionenschwere Mogelpackung zur Täuschung der Menschen bezeichnet, der das Image von Kohlekraftwerken aufpolieren wolle.
Auf dem Podium zum Thema Akzeptanz in der Bevölkerung saß am Morgen bereits Frank Steffen (SPD), Bürgermeister von Beeskow in Brandenburg, wo Vattenfall geologische Erkundungen für Speicherstätten für Kohlendioxid plant. Die Bürger der Region wehren sich massiv gegen die unterirdische CO2-Verpressung. "Seit dem demokratischen Umbruch im Jahr 1989 gab es keine vergleichbare Bürgerbewegung in Ostbrandenburg", sagte Steffen.
klimaretter.info/jot
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