Zehntausende gegen Atomkraft
Zehntausende Menschen sind am späten Montag in ganz Deutschland auf die Straße gegangen, um gegen den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke zu protestieren. Bundesweit seien unter dem Motto "Fukushima ist überall - Atomausstieg jetzt!" 140.000 Menschen in 726 Orten zu Mahnwachen gekommen, erklärte Jochen Stay, Sprecher des Bündnisses .ausgestrahlt. Unabhängige Bestätigungen der Zahlen oder Polizeiangaben lagen am Abend nicht vor.

Demo am Zaun des Endlagerbergwerkes in Gorleben - allerdings nicht am heutigen Abend sondern in der vergangenen Woche. (Foto: Andreas Conradt / PubliXviewinG)
Die Osnabrücker Zeitung vermeldete mehr als 500 Menschen, die vor dem Osnabrücker Theater gegen eine weitere Nutzung der Atomkraft demonstrierten. Radio Bremen sprach von rund 1.000 Menschen, die gegen Atomkraft protestiert haben. In Ostbrandenburg seien es in mehreren Orten rund 300 Teilnehmer gewesen, sagte ein Polizeisprecher der Märkischen Allgemeinen. Zudem seien in Westbrandenburg in zehn Städten 500 Demonstranten registriert worden. Der Bayrische Rundfunk berichtete von "zigtausenden Menschen", die etwa gegen das AKW Isar I demonstriert hätten.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat am morgigen Dienstag zu einem zweiten Atomgipfel mit mehreren Ministerpräsidenten der Länder geladen, um über die künftige Atom- und Energiepolitik in Deutschland zu beraten. Am Samstag hat die Anti-Atom-Bewegung in den vier größten deutschen Städten zur Demo aufgerufen - in Berlin, Hamburg, München und Köln.
klimaretter.info/reni
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Klimaschützer fordern die Schließung des Bremer Flughafens, den vor allem die Billigairline Ryanair anfliegt. Angesichts der Folgen der Erderwärmung gebe es kein Recht auf Urlaubskonsum per Flugzeug, sagen sie und wollen am Samstag demonstrieren. Klimaretter.info sprach darüber mit Ole Hilbrich, einem der Organisatoren, der sich im Bremer Klimaplenum engagiert.
In mehr als 400 deutschen Städten halten Atomstrom-Gegner Mahnwachen für die Opfer in Japan ab: Vor dem Kanzleramt ist die Opposition prominent vertreten, aber für Gabriel, Roth, Trittin und Co. wird die Mahngewache richtig schmerzhaft. Bundeskanzlerin Merkel will heute erste Atomkraftwerke abschalten lassen, während die Lage in Japan aus dem Ruder gerät.
Auch am zweiten Tag der Havarie des Atomkraftwerks Fukushima ist das Ausmaß der Katastrophe unklar. Samstag Vormittag kam es zu einer Explosion, die das Reaktorgebäude zerstörte. Die japanische Regierung hat eine Kernschmelze zunächst bestätigt, später jedoch wieder dementiert. Unklar ist zur Zeit auch, wie der Zustand von vier weiteren AKWs und einer Wiederaufarbeitungsanlage ist, in denen ebenfalls Probleme gemeldet wurden.
Nur noch 33 Prozent würden CDU/CSU wählen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre
Noch nie war die deutsche Anti-Atomkraft-Bewegung so stark wie jetzt. In den letzten Jahren gab es immer wieder Demonstrationen mit ungeahnt hohen Teilnahmezahlen. Die Aktionen der 70er- oder 80er-Jahre sind dagegen vergleichsweise klein gewesen.
Hunderttausende Menschen sind laut den Veranstaltern zur bundesweiten Anti-Atomdemo in Berlin, Hamburg, Köln und München gekommen. Der heutige Samstag ist der größte deutschlandweite Atomprotest in der Geschichte der Bewegung. Die Demonstranten gaben der Politk ein klares Zeichen: Endlich alle AKW abzuschalten.
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Nach dem Erdbeben in Japan kam es im Atomkraftwerk Fukushima möglicherweise zu einer Kernschmelze. Explosion zerstört Reaktorgebäude, Dach eingestürzt. Behörden befürchten weit über 10.000 Tote.
Das Comeback von Rot-Grün: Die CDU verliert ihr Kernland Baden-Württemberg. Die Grünen legen sprunghaft zu, auch in Rheinland-Pfalz. Erstmals könnten sie einen Ministerpräsidenten stellen. Und die FDP wird wieder gnadenlos abgestraft.
Hochstimmung bei Anti-Atom-Demo in München: Trotz des Regens strömten laut Veranstalter bis zu 40.000 Menschen zu der Kundgebung unter dem Motto „Fukushima mahnt: Alle AKWs abschalten“ auf den Odeonsplatz im Stadtzentrum. Bereits vergangenen Herbst ebenso viele Menschen an einer Menschenkette gegen die von der Bundesregierung durchgeboxte Laufzeitverlängerung teilgenommen.
Ein Jahr nach Fukushima: Umweltverbände und Anti-Atom-Initiativen rufen zu bundesweiten Protesten an Atomstandorten auf und mahnen zur schnellen Energiewende. Die nämlich ist durch die schwarz-gelbe Politik ins stocken geraten. Auch in anderen Ländern sind Proteste angekündigt.
Ethik-Kommission, Grünen-Angebot und ein kaputter Meniskus: die Bundeskanzlerin hat einen schweren Gang in dieser Woche
Merkel einigte sich am Dienstagmorgen mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer, in denen Atomkraftwerke betrieben werden, die sieben ältesten deutschen AKW zeitweise stillzulegen. Auch das Pannen-AKW bleibt vom Netz. Opposition: Nichts als Wahlkampfmanöver.
Am Kraftwerk Tihange fanden sich 2.000 Menschen ein, um gegen Atomkraft zu protestieren
Am Montag hat die Reaktorsicherheits-Kommission ihren Bericht an die Bundesregierung übergeben. Nun äußert Wolfgang Renneberg Kritik an dem AKW-Stresstest. Er war von bis 2009 Abteilungsleiter für Reaktorsicherheit, Strahlenschutz und Entsorgung im Bundesumweltministerium. 


