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Braunkohle-Gegner fordern neue Gutachten

Braunkohle-Gegner in Brandenburg fordern von Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke), Hintergrund-Unterlagen zur Energiestrategie des Landes bis 2020 offenzulegen. "Auf Grundlage geheimgehaltener Gutachten würde der Braunkohlenbergbau in das Grundrecht auf Eigentum der betroffenen Bürger wie auch in die Planungshoheit der betroffenen Kommune eingreifen", heißt es in einem Brief an den Minister aus der Feder der vom Braunkohletagebau bedrohten Gemeinde Schenkendöbern und der Grünen Liga.


Protest gegen neue Tagebaue Anfang Februar: Sternmarsch von Grabko nach Atterwasch. (Foto: Böck)

Statt unabhängiger Gutachten würden der Energiestrategie Vattenfall-Studien zugrunde liegen, kritisieren Gemeinde und Umweltverband. Bis heute sei zudem eine vom Land vergeben Grundlagenstudie zur Fortschschreibung der Strategie nicht veröffentlicht worden. Hintergrund ist die Überarbeitung der Energiestrategie, mit der die Landesregierung vom Landtag Brandenburg beauftragt wurde. Ergebnisse sollen noch in diesem Jahr vorgelegt werden

Grabko, Kerkwitz und Atterwasch - allesamt Ortsteile Schenkendöberns - sollen für einen neuen Braunkohleteagebau Jänschwalde Nord des schwedischen Stromkonzerns Vattenfall weichen. Ein Volksbegehren mit 27.000 Unterzeichnern gegen das Festhalten an der Braunkohleverstromung das Abbaggern weiterer Dörfer war 2009 gescheitert. Zu den Mitinitiatoren gehörte sinerzeit auch die Linke. Mit dem Regierungswechsel sprach sich dennoch auch die neue rot-rote Regierung für die Braunkohleverstromung und die umstrittene CCS-Technik zur Kohlendioxid-Abscheidung und Verpressung aus.

klimaretter.info/sam

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