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Goldene Kettensäge für Waldzerstörer

Asian Pulp & Paper (APP), einer der weltgrößten Papierhersteller, hat die "goldene Kettensäge" erhalten. Greenpeace-Aktivisten übergaben die Säge am Sonntag in Frankfurt am Main auf der internationalen Fachmesse "Paperworld". "Die Liste der Umweltverbrechen von APP ist lang: illegale Rodungen, riesige CO2-Emissionen durch Torfwaldtrockenlegung, Landkonflikte, Ausrottung ganzer Arten", begründet Corinna Hölzel, Waldexpertin von Greenpeace. "Mehrere Unternehmen, wie Metro und Adidas haben ihre Verantwortung bereits wahrgenommen und ihre Zusammenarbeit mit APP beendet. Jetzt versucht der Konzern, in Deutschland neue Abnehmer zu finden."


Nicht alles Gold glänzt: Die "Goldene Kettensäge" von Greenpeace. (Foto: Greenpeace)

Der Vorwurf: In Indonesien legt APP riesige Flächen wertvoller Torfwälder trocken, um schnell wachsende Akazien in Monokulturen anzupflanzen und Zellstoff für Papier herzustellen. Greenpeace hat die Zerstörung der Urwälder durch APP in den vergangenen Jahren mehrfach dokumentiert. Der zur Sinar-Mas-Gruppe gehörende Konzern produziert Kopier-, Toiletten- und Druckerpapier vorrangig in Indonesien und China und exportiert seine Produkte weltweit. APP ist einer der größten Zellstoff- und Papierproduzenten international und die Nummer 1 in Indonesien.

Die Papierfabriken auf den Inseln Borneo und Sumatra sollen ihre Kapazität von 2,6 Millionen Tonnen im Jahr 2006 auf 17,5 Millionen Tonnen in den nächsten Jahren erhöhen. Im Einzugsbereich für die Rohstoffe befinden sich die letzten Rückzugsgebiete für Sumatra-Tiger, Sumatra-Elefanten und das einzige erfolgreiche Auswilderungsprojekt für den Sumatra-Orang-Utan.

klimaretter.info/reni

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