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Atommüll für die Kanzlerin

Atomkraft-Gegner haben am Montag vor dem Wahlkreisbüro von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ein symbolisches Atommüll-Lager eröffnet. Unter dem Motto "Zurück zum Absender" rollten rund 50 Aktivisten des Anti-Atom-Bündnis Nordost mit Atommüllfässern vom Stralsunder Bahnhof durch die Innenstadt. Sie werfen Merkel Wortbruch zugunsten von Lobby-Interessen vor und protestierten gegen den Atommüll-Transport ins Zwischenlager Nord (ZLN) am "vergessenen Standort Lubmin".


Der Castor nach Lubmin rollt ab Dienstag. Ein Transport vom Zwischenlager Ahaus nach Russland war erst kürzlich abgesagt worden. (Foto: Protest in Ahaus/Michael Schulze von Glaßer)

Nach Angaben der Atom-Gegner soll sich der Transport der vier Castoren mit Brennstäben aus dem französischen Cadarache am Dienstag in Bewegung setzen, am Donnerstag wird der Transport in Mecklenburg-Vorpommern erwartet. Auch für Frühling 2011 ist bereits ein weiterer Transport nach Lubmin geplant. Ein Castor-Transport aus dem Zwischenlager Ahaus (Nordrhein-Westfalen) nach Majak in Russland war erst in der vergangenen Woche von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) vorläufig auf Eis gelegt worden.

Bereits am Wochenende hatten in Greifswald bei Lubmin mehrere Tausend Atom-Gegner demonstriert, in Ahaus umzingelten Hunderte das Zwischenlager. Auch während des Castor-Transports nach Lubmin sind weitere Proteste angekündigt. Der Atommüll-Transport aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague war erst vor wenigen Wochen in Gorleben angekommen – begleitet von den größten Protesten der Gorleben-Geschichte.

klimaretter.info/sam

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