Klimapiraten protestieren gegen Südweststrom
Die Aktivisten der Klimapiraten haben auf der heutigen Gesellschafterversammlung der Südweststrom GmbH in Stuttgart "Klima-Kekse" an die Vertreter der beteiligten Stadtwerke verteilt, um gegen die Beteiligung am Bau des Kohlekraftwerks Brunsbüttel zu protestieren. Auf den Nährwertgaben der Kekse sind Angaben wie "Erneuerbare Energien decken 16 Prozent ihres täglichen Energiebedarfs" abgedruckt.

Klima-Kekse gegen Kohlekraftwerk: Die Klimapiraten heute bei Südweststrom. (Foto: Klimapiraten)
In den vergangenen Monaten waren bereits fünf Schweizer Stromversorger und einige norddeutsche Stadtwerke aus den Plänen für das Kohlekraftwerk ausgestiegen. Die Südweststrom ist ein Zusammenschluss von 55 deutschen Stadtwerken und Stromversorgern vor allem aus Baden-Württemberg und Bayern.
Das geplante Kohlekraftwerk Brunsbüttel gilt auch wegen der Netzsituation als besonders problematisch. Dort sollen nicht nur die Stromleitungen aus mehreren Offshore-Windparks anlanden, auch das Akw Brunsbüttel, das ursprünglich 2012 vom Netz gehen sollte, darf nach den von der Regierungskoalition beschlossenen Laufzeitverlängerungen länger produzieren. Sollten nicht frühzeitig ausreichend neue Leitungen werden, müssten entweder die konventionellen Kraftwerke wegen des Stromüberangebots öfters vom Netz genommen werden oder aber der Einspeisevorrang für regenerative Energien außer Kraft gesetzt werden, fürchten Nichtregierungsorganisationen wie Greenpeace.
klimaretter.info/mare
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