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"Pakistan war ein Weckruf"

Über ein Fünftel des Landes hatte die Flut in Pakistan im Sommer 2010 verschluckt, mehr als 20 Millionen Menschen waren betroffen: Die Katastrophe war jedoch nur ein Vorgeschmack dessen, worauf die Welt sich einstellen muss. Zu dieser Einschätzung kam am Montag die internationale Flüchtlingsorganisatin Refugees International, die ihren Bericht  "Confronting Climate Displacement – Learning from Pakistan's Floods" in Islamabad vorstellte. Bis 2050 könnten demnach 200 Millionen Menschen weltweit gezwungen sein ihre Heimat durch Naturkatastrophen und Klimawandel zu verlassen.


Über Monate kämpfte Pakistan gegen die Folgen der Flut: Regierungen wurden von dem Ereignis überrumpelt, kritisiert Refugees International. (Foto: US Department of Defense)

Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Häufigkeit und Intensität von extremen Wetterereignissen durch den Klimawandel zunehmen: Besonders gefährdet sind davon die ärmsten und ohnehin krisengeplagten Länder, so der Bericht. Die Flut in Pakistan habe gezeigt, dass Regierungen überfordert waren, auf die Krise angemessen zu reagieren.

Refugees International fordert von den Vereinten Nationen sich für künftige Katastrophen neu aufzustellen und stärker mit nationalen Regierungen und Experten zusammenzuarbeiten, um besonders gefährdete Regionen auszuloten und potenzielle Katastrophen-Szenarien vorzubereiten. "Die Flut von Pakistan war ein Weckruf", zitiert die Washington Post den Vorsitzenden der Organisation Michel Gabaudan. "Angesichts der immensen Kosten, die mit Katastrophen-Ereignissen verbunden sind, ist es in unserem besten Interesse vorzusorgen und gefährdete Menschen zu schützen".

klimaretter.info/sam

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