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Eisbären steigen Repower aufs Dach

Greenpeace-Aktivisten haben in der Schweiz gegen das "grüne Mäntelchen" des Energieversorgers Repower protestiert. Das Unternehmen ist im italienischen Saline Joniche am Bau eines Kohlekraftwerks mit zwei 600-Megawatt-Blöcken beteiligt. Auch im norddeutschen Brunsbüttel hält Repower eine Mehrheitsbeteiligung für das vom Stadtwerkeverbund Südweststrom geplante Kohlekraftwerk mit zwei Blöcken mit einer Leistung von jeweils 900 Megawatt.


Protest vor der Ökostrom-Tagung von "Naturemade", einem Schweizer Zertifizierer für Energien aus 100 Prozent erneuerbarer Quellen wie Wasser, Sonne, Biomasse oder Wind. (Foto: Greenpeace Schweiz)

Zusammen würden die beiden Kohlekraftwerke fast die Hälfte des jährlichen CO2-Ausstoßes der Schweiz emittieren, kritisierten die Umweltschützer am Rande einer Ökostrom-Tagung in Baden in der Schweiz. Gleichzeitig werbe Repower in der Schweiz jedoch massiv mit seiner Ökostrom-Marke "Purepower Graubünden" und poliere sein Image als Hauptsponsor der Tagung auf. "Anlässe mitzufinanzieren, die der umweltgerechten Stromerzeugung gewidmet sind und gleichzeitig großspurig in die klimaschädlichste Form der Stromgewinnung zu investieren, ist heuchlerisch", kritisiert deshalb Reto Gasser, einer der Aktivisten im Eisbärpelz.

Repower ist das letzte von insgesamt vier ursprünglich am Kohlekraftwerk Brunsbüttel beteiligten Schweizer Energieunternehmen. Die Elektra Birseck Münchenstein (EBM) hatte sich wie die Schweizer Energiekonzerne Group E und Romande Energie bereits in der ersten Jahreshälfte aus dem Projekt zurückgezogen. Auch einige deutsche Stadtwerke hatten im Zuge des Energiekonzepts der Bundesregierung ihre Beteiligung am Kohlekraftwerk zurückgezogen oder infrage gestellt.

Erst im Juni hatte die Stadt Brunsbüttel einen neuen Bebauungsplan für das SWS-Kohlekraftwerk verabschiedet, der ermöglichen soll, das Projekt in noch größeren Dimensionen als ursprünglich geplant zu bauen. Bürger und Bürgerinnen können noch bis zum 12. November (Freitag) Einwendung gegen den Bebauungsplan erheben.

klimaretter.info/sam

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