Bahnhof jetzt mit Schlichtungs-Fahrplan
Gegner und Befürworter des Bahnprojekts Stuttgart 21 haben sich auf einen Fahrplan für die Schlichtungsgespräche geeinigt. Am Freitag soll das erste inhaltliche Gespräch mit Vermittler Heiner Geißler (CDU) stattfinden. Zunächst soll es dabei nach einem Bericht der Stuttgarter Nachrichten um die "strategische Bedeutung und die Leistungsfähigkeit des Verkehrsknotens S21" gehen.

Aktivisten aus dem Wendland unterstützen Stuttgart-21-Gegner. (Foto: BI Lüchow-Dannenberg)
Weitere Themen sind das Alternativkonzept der Gegner "K21", die Kosten und Wirtschaftlichkeit des Bahn-Projekts, die Geologie, der Bauablauf, Ökologie und Städtebau. Sieben Teilnehmer sollen dafür einmal pro Woche zusammenkommen. Die Parkschützer wollen an den Gesprächen nicht teilnehmen, weil sich die Bahn und das Land Baden-Württemberg nicht auf einen Baustopp während der Gespräche einlassen wollen. Die Schlichtung soll im Rahmen eines Forschungsprojekts im Fernsehen live übertragen werden.
Stuttgarter Bürger protestieren seit mittlerweile mehreren Monaten intensiv gegen den Abriss und Neubau des Hauptbahnhofs. Sie halten das Vorhaben, den bisherigen Kopfbahnhof durch einen unterirdischen Durchgangsbahnhof zu ersetzen, für zu teuer und verkehrspolitisch überflüssig. Die erwarteten Kosten für Stuttgart 21 wurden bereits von ursprünglich knapp 2,6 Milliarden auf 4,1 Milliarden Euro hochgesetzt. Die Gegner des Projekts erwarten außerdem Engpässe, da die Anzahl der Schienen von 16 auf acht zusammengestrichen werden soll.
Unterstützung haben die Stuttgarter nun aus dem Wendland bekommen: Mehrere Bauern mit ihren Traktoren sind am Montag in der Hauptstadt Baden-Württembergs eingetroffen. Die Vorsitzende der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg Kerstin Rudek: "Protest auf der Straße, um politische Fehlentscheidungen anzuprangern, Bürgermut – das sind Parallelen zu Gorleben, vor allem ermutigen wir zu einem langen Atem und dazu Diffamierungen zu ignorieren."
klimaretter.info/jot
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