Aktionstage starten mit Gleisbesetzung
30 Aktivisten haben am frühen Samstagmorgen die Gleise der Kohleversorgungsbahn vor dem RWE-Kohlekraftwerk Niederaußem in Nordrhein-Westfalen besetzt. Der Energiekonzern hatte Kohletransporte im rheinischen Revier nach der Ankündigung der Proteste für den Samstag allerdings bereits ausgesetzt. Die Aktivisten rufen RWE auf, auch künftig auf die Förderung und Verstromung von Kohle verzichten. "Die ökologischen und sozialen Folgen sind schon heute desaströs", sagt Kampagnen-Sprecher Timo Luthmann: "Die Energiegewinnung durch Braunkohle ist zudem klimapolitisch eine Katastrophe".

Ziviler Ungehorsam und Sitzblockaden wie diese sollen drei Tage lang den Braunkohle-Betrieb stören. (Foto: Böck)
Unter dem Motto Wer anderen eine Grube gräbt... findet im Rahmen der internationalen Aktionswoche für Klimagerechtigkeit ein Aktionswochenende im rheinischen Braunkohle-Revier um die Tagebaue Garzweiler, Hambach und Inden statt. Vom 15. bis 17. Oktober wollen Aktivisten und Aktivistinnen mit zivilem Ungehorsam und Sitzblockaden "den reibungslosen Ablauf stören". "Wenn die Politik nicht handelt, müssen die Menschen selbst aktiv werden", so Aktivistin Daniela Fischer.

Das RWE-Kohlekraftwerk Niederaußem ist Deutschlands "Klimakiller Nummer 1" und mischt mit den Kraftwerken Frimmersdorf und Neurath auch bei Europas "Dreckigen Dreißig" ganz oben mit. (Foto: Wikipedia)
Mit dem rheinischen Braunkohle-Komplex ist RWE der größte Kohlendioxid-Produzent Europa. Die Braunkohle-Tagebaue sind mit einer über 250 Quadratkilometer großen Fläche das größte Tagebau-Gebiet Europas und die Braunkohle-Kraftwerke Frimmersdorf, Neurath und Niederaußem gehören zudem zu den größten Kohlendioxid-Verschmutzern unter den Europäischen Kohlekraftwerken. Rund zwei Kilometer vor der Abbruchkante des Braunkohletagebaus Garzweiler fand im August auch ein Klimacamp statt.
klimaretter.info/sam
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