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Krefeld erörtert 23.000 Einwendungen

In Krefeld beginnt am heutigen Montag die Eröterung der Einwendungen zur immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren des Trianel Kohlekraftwerks im Chemiepark Uerdingen. Gegen das 750 Megawatt Kohlekraftwerk waren rund 23.000 Einwendungen eingegangen, die nun bis Ende September diskutiert werden."Wir gehen von einer Erteilung der Genehmigung im ersten Quartal 2011 aus, so dass der Baubeschluss für das Kraftwerk im Frühjahr 2011 gefällt werden kann", sagt Trianel Verwaltungsexperte Christoph Riese.

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Trianel und Bayer wollen zurVersorgung des Chemieparks Uerdingen mit Strom und Dampf ein Kohlekraftwerk bauen. (Foto: Trianel) 

Bürgerinitiativen und Umweltschützer vor Ort halten das Kohlekraftwerk dagen als klimaschädlich und überflüssig: Für den Neubau sollen zwei kleinere alte Kohlekessel abgeschaltet werden. Das sei jedoch nur ein Bruchteil der Leistung des neuen 750 Megawatt Kraftwerks, das für die Strom -und Dampfversorgung des Chemieparks genutzt werden soll, kritisiert etwa der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND): Das geplante Kohlekraftwerk verstößt gegen die Vorgaben der Raumordnung und Landesplanung", sagte Bund-Experte Dirk Jansen. Einwendung hatte unter anderem auch die Coordination gegen Bayer-Gefahren (CBG) eingereicht: Der Verein kritisiert besonders den hohen Ausstoß von Treibhausgasen und gesundheitsschädlichen Stoffen wie Schwermetalle, Feinstaub und Stickoxiden.

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Auch die Aachener Stawag ist am Trianel Projekt beteiligt: Die Bürgerinitiative Saubere Energie Aachen will per Bürgerentscheid den Ausstieg erzwingen. (Foto:BI)

Widerstand gegen das vom Stadtwerke-Zusammenschluss Trianel geplante Kohlekraftwerk in Krefeld gibt es nicht nur vor Ort in Krefeld. Im bayrischen Dachau wurde per Bürgerentscheid der Ausstieg der beteiligten Dachauer Stadtwerke auf den Weg gebracht.

Auch in Aachen wehren sich Bürger gegen die Beteiligung ihres Energieversorgers am Trianel-Kohlekraftwerk geben. Während am Samstag in der Hauptstadt gegen den Atomkurs der Bundesregirung demonstriert wurde, protestierte die Bürgerinitiative Saubere Energie Aachen in der Aachener Innenstadt mit der Kohlekröte gegen Atom- und Kohlekraftwerke als "Brückentechnologie" für den Umstieg auf Erneuerbare Energien. Die BI will 8.000 Unterschriften sammeln, um einen Bürgerentscheid zum Ausstieg der Stawag auf den Weg zu bringen: "Die Stawag muss endlich ihren guten Worten in Bezug auf die Erneuerbaren Energien auch gute Taten folgen lassen", sagt BI-Sprecher Klaus-Peter Schleisiek.

klimaretter.info/sam

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