Stuttgart 21-Protest jetzt ohne Baumhaus
Die Polizei hat das Baumhaus im Stuttgarter Schlosspark geräumt. In einer nächtlichen Aktion war eine Hundertschaft der Polizei gegen das von Robin Wood und den Parkschützern am vergangenen Freitag errichtete Protestcamp vorgegangen, mit dem die Demonstranten den Abriss der alten Bäume verhindern wollten. Etwa 100 Demonstranten waren den Besetzern zur Hilfe geeilt und hatten versucht, um den besetzten Baum eine Sitzblockade zu errichten. Aber auch das half nichts: Mit einem Kran fuhren Beamte des Spezialeinsatzkommandos an den Baum heran und holten die vier AktivistInnen aus dem Baum.

Ist jetzt "protestfrei", dieser Baum im Stuttgarter Schlosspark. (Foto: Robin Wood)
"Diese Maßnahme ist nichts weiter als die konsequente Weiterführung der Eskalationsstrategie von Mappus,
Schuster und Grube", so Kei Andrews von Robin Wood. "Mit diesem Vorgehen werden sie nur noch mehr Menschen gegen sich aufbringen." Wenige Stunden zuvor hatte das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 das für Freitag geplante Schlichtungsgespräch mit den Bauträgern und Entscheidern platzen lassen. Begründung: Ohne sofortigen Baustopp ergeben die Gespräche keinen Sinn.
Bislang war die SPD öffentlich geschlossen für den umstrittenen neuen Stuttgarter Hauptbahnhof eingetreten, gegen den sich ein riesiger Protest in der Bevölkerung formiert hat. Dass sich nun Eppler, der als moralisches Gewissen seiner Partei gilt, in den Konflikt einmischt, dürfte die Diskussionen zusätzlich anheizen.
klimaretter.info/reni
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