Arktis-Aktivisten vor Grönland festgenommen
Greenpeace-Aktivisten sind am Donnerstag vor Grönland für die Besetzung der Ölplattform Stena Don festgenommen worden: Den Aktivisten war es am Dienstag gelungen, auf die Plattform in der Arktis zu klettern und so umstrittene Probebohrungen der schottischen Betreiberfirma Cairn Energy zu stoppen. Mit Lizenzen der grönländischen Regierung hatte Cairn Energy bereits Ende Juli mit Tiefseebohrungen begonnen.

Eiskalter Protest gegen Tiefseebohrungen in der Arktis: Seit Dienstag hatten sich vier Aktivisten an die Plattform "gehängt". (Foto: Greenpeace)
Nach über 40 Stunden Besetzung mussten sich die vier Aktivisten jedoch von eisigen Stürmen geschlagen geben und Schutz auf der Brücke der Ölplattform suchen, wo sie umgehend verhaftet wurden. Ziel des des Protests auf der Stena Don war es, die Probebohrungen von Cairn Energy möglichst lange aufzuhalten, so die Umweltorganisation: Jeder Tag Verzögerung erhöhe die Chance, dass Cairn aufgrund seines engen Zeitfensters die Probebohrungen nicht abschließen kann. Durch den nahenden arktischen Winter könnten weitere Arbeiten buchstäblich "auf Eis" gesetzt werden.
Schon seit rund einer Woche liegt das Greenpeace-Flaggschiff Esperanza im so genannten Iceberg Alley (Eisberg-Passage) zwischen zwei Bohrplätzen von Cairn Energy. An Bord sind mehr als 30 internationale Umweltschützer, darunter auch mehrere Deutsche.
klimaretter.info/sam
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