"Physische Präsenz" gegen den Sieger
Ein Aktionsbündnis "Stop Greenwashing" will am kommenden Sonntag das Radrennen "Vattenfall-Cyclassics" in Hamburg stören. Der Atom- und Kohlekonzern soll nicht vom ökologischen Image des Radsports profitieren, heißt es in einem entsprechenden Aufruf. Die ebenfalls beteiligte Kampagne Gegenstrom 10 hat angekündigt, dass sie das Profirennen unterbrechen und die Fahrer zu Denkpausen zwingen will.
Jens Fischer, Sprecher von Gegenstrom 10: "Wenn Vattenfall mit dem Sponsoring der Cyclassics versucht, sich zur Imagepflege ein grünes Mäntelchen zu verpassen, ist unser Protest nicht weit: Wir nutzen die hergestellte Öffentlichkeit dazu, auf die miese Konzernpolitik Vattenfalls hinzuweisen. Neben den angekündigten Protest-Aktivitäten eines breiten Bündnisses werden wir deshalb eine direkte Störung des Profirennens vorbereiten." Die Aktivisten haben außerdem die Rennställe aufgefordert, ihre Teilnahme an dem Rennen abzusagen.

Ungestört radeln: Im letzten Jahr zumindest ging das noch bei den Cyclassics in Hamburg. (Foto: Vattenfall)
Zu den Cyclassics kommen in diesem Jahr 160 Profis und geschätzte 20.000 Amateure. "Sie sollten wissen, dass es in diesem Jahr sehr wahrscheinlich keinen sportlichen Sieger geben wird", schreiben die Aktivisten in einem Brief an die "sehr geehrten Profi-Radsportler". Man werde die Radler rechtzeitig ausbremsen - durch "physische Präsenz" sollen sie am Weiterfahren gehindert werden. Auch im vergangenen Jahr hat es bereits Proteste am Rande der Cyclassics gegeben.
Im Vorfeld wollen Aktivisten Schweißbänder mit dem Schriftzug "Tschüss Vattenfall" an Profis und Jedermann-FahrerInnen verteilen, "so dass klar wird, dass das keine isolierte Aktion ist", sagt Fischer.
klimaretter.info/reni
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