Umweltschützer warnen vor Atom-Risiken
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschand (BUND) hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) aufgefordert, Atomlobbyisten in die Schranken zu weisen. Probleme bei der Atommüll-Entsorgung und Risiken würden in der Debatte um Laufzeitverlängerungen völlig ausgeblendet. Zuletzt habe das RWE-Chef Jürgen Großmann bewiesen, der Atomkraftwerke in einem Gastbeitrag in der Süddeutschen Zeitung als "einen starken Dreierpack von sauber, bezahlbar und sicher" bezeichnete. Atomkraft und Erneuerbare seien "perfekte Partner", die Abschaltung von Akws "voreilig".

Protest am Atomkraftwerk Krümmel in Niedersachsen. (Foto: Campact)
Die Bundesregegierung will im September ihr Energiekonzept vorlegen, in dem auch Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke festgeschrieben werden sollen. Details wie die Länge der Verlängerung von Akw-Laufzeiten sorgen jedoch auch unionsintern immer wieder für Unstimmigkeiten: Umweltminister Röttgen hatte sich erst kürzlich erneut für "moderate Laufzeitverlängerungen" ausgesprochen: Atomenergie sei keine Zukunftsoption. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte dagegen am Wochenende unbegrenzte Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke gefordert.
"Heute wollen die Chefs der vier großen Energieunternehmen nicht mehr an deren Unterschriften unter den Atomausstiegsvertrag vor zehn Jahren erinnert werden", sagte auch BUND-Chef Hubert Weiger. Das Kippen des Atomausstiegs durch "wenige Energiebosse" sei ein "in der deutschen Geschichte beispielloser Vorgang", bei dem "der Schwanz Atomindustrie mit dem Hund Bundesregierung wedeln würde", so Weiger. Die Branche der erneuerbaren Energien könne ihr Ziel, 2020 die Hälfte des Stroms in Deutschland zu liefern, nur erreichen wenn die Atomenergie und Kohleverstromung zu Auslaufmodellen würden.
Für den Herbst haben Atom-Gegner mehrere Demonstrationen angekündigt. Am 18. September soll etwa das Berliner Regierungsviertel mit einer Menschenkette umzingelt werden.
klimaretter.info/sam
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Die SPD will die Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerk per Eilantrag verhindern. SPD-Chef Gabriel kritisiert Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) für zu wenig "Mumm"
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Verwaltungsgericht Lüneburg: Der Salzstock Gorleben darf weiter als potenzielles Endlager für Atom-Müll untersucht werden
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