Beeskower informieren zu CCS
"Kein Fussbreit auf unser Land": Unter diesem Motto hat die Bürgerinitiative CO2-Endlager stoppen im Landkreis Oder-Spree am Montag eine Informationskampagne zur umstrittenen CCS-Technik gestartet. Mit Flyern, Musterbriefen und eine neuen Internetplattform wollen die Bürger die Bevölkerung rund um Beeskow und Fürstenwalde bis zur Touristenregion am Scharmützelseee zum Widerstand gegen die Erkundung des Bodens durch den Energiekonzern Vattenfall aufrufen.

Bürger aus dem Landkreis Oder-Spree wollen keine "Versuchskaninchen" für die CO2-Verpressung sein. (Foto: Reimer)
Energiekonzern Vattenfall will in Beeskow und Neutrebbin Kohlendioxid aus Braunkohlekraftwerken unterirdisch verpressen und plant ab Herbst seismologische Voruntersuchungen des Bodens. Dazu muss die Einwilligung des Grundstückseigentümers vorliegen: "Wir wollen den Bürgern erklären, dass ein vorerst einfaches Nein genügt, um den Zutritt zu untersagen", sgt BI-Sprecher Udo Schulze. Die BI könne zwar keine rechtliche Beratung leisten, aber "Hinweise und Rüstzeug" geben. Mit der ersten Auflage der Info-Kampagne sollen 7.000 Haushalte im vom Kohlendioxid-Endlager bedrohten Landreis Oder-Spree erreicht werden.
Bundesumweltminister Norbert Röttgen habe zwar erklärt, die Verpressung von CO2 solle nicht gegen den Willen der Bevölkerung durchgesetzt werden, kritisiert die BI. Der kürzlich vorgestellte Entwurf für ein CCS-Gesetz spreche dagegen eine andere Sprache. Statt mehr Mitsprache für die Bevölkerung sei im Entwurf sogar vom Erzwingen der Zutritte die Rede.
klimaretter.info/sam
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