Hamburger wollen Netze zurückerobern
Hamburger Umwelt- und Verbraucherschützer wollen Versorgungsleitungen für Strom, Gas und Fernwärme von Vattenfall und Eon zurückerobern. Am Montag startete die Volksinitiative "Unser Hamburg – unser Netz". Ende 2014 laufen die Konzessionsverträge aus und werden für die nächsten 20 Jahre neu vergeben werden.

Das Auslaufen der Konzessionsverträge ist eine Chance zur Rekommunalisierung der Netze. (Foto: Reimer)
Die Rekommunalisierung der Netze ist "eine zentrale Voraussetzung für eine klimafreundlichere und sozial gerechtere Energiepolitik der Stadt Hamburg", heißt es auf der Seite derInitiatoren von Attac Hamburg, Bund für Umwelt und Naturschutz Hamburg, Evangelischer Kirche Hamburg-Ost, Robin Wood und Verbraucherzentrale Hamburg. "Wir brauchen mehr dezentrale, klimafreundliche Strukturen und intelligente Netze, sonst werden wir die klimapolitischen Herausforderungen in Hamburg nicht meistern“, sagt Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg.
Bis Ende August müssen 10.000 Unterschriften gesammelt werden. Gelingt das, muss die Bürgerschaft innerhalb von vier Monaten über das Anliegen der Volksinitiative abstimmen. Mehr Informationen zur Volksinitiative finden Sie hier: www.unser-netz-hamburg.de
Deutschlandweit enden bis 2012 etwa 8.000 Konzessionsverträge zwischen Städten und Gemeinden und Energieversorgern. Um Kommunen Handlungsspielräume und klimafreundlichere Alternativen zu den großen Energiekonzernen aufzuzeigen, hatten erst kürzlich die Grünen in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen mit dem Verein BürgerBegehren Klimaschutz einen alternativen Muster-Konzessionsvertrag vorgelegt.
klimaretter.info/sam
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