21.500 Einwendungen in Krefeld
Mehr als 21.500 Bürger und Bürgerinnen haben Einwendung gegen das in Krefeld-Uerdingen geplante Kohlekraftwerk eingereicht. Seit Mitte Mai lagen die Antragsunterlagen zur immissionsschutzrechtlichen Genehmigung des Steinkohlekraftwerks im Chemiepark Uerdingen öffentlich aus. Am gestrigen Dienstag lief die Einwendungsfrist ab.

Chemiepark Uerdingen: Hier soll als Ersatz für für zwei kleinere Kohlekessel aus den 60er Jahren ein neues Steinkohlekraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung und einer elektrischen Leistung von 750 Megawatt entstehen. (Foto: Currenta)
Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Nordrhein-Westfalen forderte die Bezirksregierung Düsseldorf auf, den Genehmigungsantrag wegen "zahlreicher unheilbarer Verletzungen des Planungs- und Umweltrechts zurückzuweisen. "Das geplante Kohlekraftwerk ist bauplanungsrechtlich unzulässig und verstößt gegen die Vorgaben der Raumordnung und Landesplanung", sagt BUND-Geschäftsleiter Dirk Jansen. Zusätzlich gefährde das Bauvorhaben durch den hohen Schadstoffausstoß das Wahl der Allgemeinheit.
Die Erörterung der Einwendungen wird voraussichtlich ab 20. September in Krefeld stattfinden. Sollte die Genehmigung für das von Chemiekonzern Bayer und Stadtwerkeverbund Trianel geplante Kohlekraftwerk tatsächlich erteilt werden, haben Umweltverband und Bürgerinitiativen bereits Klage angekündigt.
Widerstand gegen das geplante Kohlekraftwerk in Krefeld gibt es auch im bayrischen Dachau: Über Trianel wollen sich auch die örtlichen Stadtwerke am Kohlekraftwerk beteiligen – offenbar gegen den Willen der Dachauer, die ein erfolgreiches Bürgerbegehren angestoßen hatten. Am kommenden Sonntag soll in einem Bürgerentscheid über den Ausstieg aus dem Kohleprojekt abgestimmt werden.
klimaretter.info/sam
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