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Beeskow gegen Kohlendioxid-Speicher

Die Stadt Beeskow in Brandenburg will notfalls gegen die geplante Speicherung von Kohlendioxid des Energieunternehmens Vattenfall klagen. Bürgermeister Frank Steffen (SPD) erklärte, das Speicherrecht stehe den Grundstückseigentümern zu und dürfe nicht von staatlichen Behörden verliehen werden. Das Bergbauamt hatte Vattenfall die Erlaubnis zur unterirdischen Speicherung des schädlichen Klimagases erteilt. Dies sei allerdings rechtswidrig, sagte Steffen. Deshalb hat die Stadt zunächst Einspruch eingelegt.

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In Brandenburg wehren sich die Bürger gegen die unterirdische Speicherung von Kohlendioxid. (Foto: Reimer)

Durch die als Carbon Capture and Storage (CCS) bekannte Technologie soll Kohlendioxid aus Lausitzer Kohlekraftwerken von dem Energieriesen abgeschieden und anschließend unterirdisch gelagert werden. Dagegen wehren sich etliche Bürger und Bürgerinnen in Brandenburg - und hoffen, dass mit dem Vorstoß des Bürgermeisters die umstrittene Erkundungsgenehmigung des Bergbauamtes rechtsgültig untersagt wird. "Mit ihrer Zusage an den Energiekonzern Vattenfall bewegt sich die Landesregierung auf sehr dünnem Eis", sagte Udo Schulze, Vorsitzender der Bürgerinitiative "CO2-Endlager stoppen".

In Brüssel tagen heute derweil Vertreter der von der CCS-Technologie betroffenen europäischen Regionen. Eingeladen hatte dazu Brandenburgs Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers von den Linken. Es sei wichtig, dass sich die Regionen untereinander austauschen und nicht nur Vertreter von Forschung und Industrie darüber diskutieren, sagte Christoffers im Vorfeld der Tagung. Im April hatte bereits die grüne Landtagsfraktion Brandenburgs zu einem CCS-Kongress nach Beeskow geladen.

© wir-klimaretter.de/jot

 

 

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