Aktivisten grillen bei EnBW

Energiekonzern EnBW hat am Mittwoch in Berlin mit 600 geladenen Gästen sein Sommerfest gefeiert. Begleitet wurde die Veranstaltung, an der auch Bundesforschungsministerin Annette Schavan und Bundestagsabgeordnete teilnahmen, von Protest: Aktivisten forderten von EnBW-Vorstand Villis und Schavan: "Kohle nur noch zum Grillen" - und reichten passend dazu Tofuwürstchen an Passanten.

EnBW betreibt nicht nur mit dem Atomkraftwerk Neckarwestheim I eines der ältesten Akws in Deutschlands. In Karlsruhe baut der Konzern ein neues Kohlekraftwerk, in Mannheim ist man über die Großkraftwerke Mannheim GKM, einem Zusammenschluss von MVV (28 Prozent), RWE (40 Prozent) und EnBW (32 Prozent) maßgeblich am Bau mitbeteiligt.

EnBW-Vorstand Peter Villis führt Annette Schavan einen Elektroflitzer vor. (Fotos: Martin Sieber)
Das neue Kohlekraftwerk "Block 9" soll eine Leistung von 911 Megawatt haben. Dafür sollen zwar die kleinen Blöcke 3 und 4 abgeschaltet werden, insgesamt wird die Kapazität des Kraftwerks jedoch um rund 50 Prozent erhöht.
Einen beachtlichen Teil der Finanzierung des Projekts leistet übrigens auch die Deutsche Bahn, die den GKM eine Abnahme von zehn Prozent des Kohlestroms aus Block 9 zugesagt hat. Mehr dazu in unserer Aktion des Monats
© wir-klimaretter.de/sam
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