Bayer-Gegner reichen Einwendung ein
Die Coordination gegen Bayer-Gefahren (CGB) hat am heutigen Mittwoch bei der Bezirksregierung Düsseldorf Einwendung gegen das geplante Steinkohlekraftwerk in Krefeld eingereicht. Der Verein kritisiert besonders den hohen Ausstoß von Treibhausgasen und gesundheitsschädlichen Stoffen wie Schwermetalle, Feinstaub und Stickoxiden. Vertreter der CBG hatten bereits in der Bayer-Hauptversammlung Ende April einen Stopp des Projekts gefordert. Seit 14. Mai liegen die Unterlagen zur immissionsschutzrechtlichen Genehmigung für das Kraftwerk öffentlich aus. BürgerInnen aus Krefeld und Umgebung können noch bis zum 29. Juni Einwände einreichen.

Stadtwerkeverbund Trianel und Bayer-Tochter Currenta planen im Chemiepark Krefeld/Uerdingen ein 750 Megawatt Kohlekraftwerk. Dafür sollen zwar zwei alte kleinere Kraftwerke abgeschalten werden, doch es wurden keine Filteranlagen eingeplant, die dem Stand der Technik entsprechen, bemängelt der CGB. Damit wären sowohl die internationalen, als auch die im Landesentwicklungsplan Nordrhein-Westfalens festgeschriebenen Klimaschutzziele unerreichbar. Zudem sind die Schadstoffbelastungen in der Region schon jetzt so hoch, dass zusätzliche Belastungen der Menschen inakzeptabel wären.
Anwohner und Umweltorganisationen protestieren bereits seit 2006 gegen den Bau des Kraftwerks. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass statt dieses überdimensionierten Grundlastkraftwerks keine Alternative in Betracht gezogen wird. Ein Gas- und Dampfkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kupplung wäre weniger umweltbelastend und erlaube die flexible Kombination mit erneuerbaren Energien.
Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) hat etwa 1.000 Mitglieder und Förderer, wurde 1983 gegründet und setzt sich für Umweltschutz und soziale Anliegen ein.
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