Lubmin-Proteste jetzt auch in Kopenhagen
Jetzt bekommt Dänemarks staatlicher Energiekonzern Dong Druck im eigenen Land: Etwa 50 Aktivisten blockierten am Montag die Zufahrt des Dong-Kraftwerks in Kopenhagen. Mit der Aktion protestierten sie gegen die Dongs Neubaupläne in Nordostdeutschland. In Vorpommern wollen die Dänen nahe Greifswald ein gigantisches Steinkohlekraftwerk errichten.

Geht es nach dem dänischen Staatskonzern Dong, könnte in einigen Jahren so die Ostseeküste hinter Greifswald aussehen (Montage: kein-kohlekraftwerk-lubmin.de )
"Kul - wrong Dong" - Kohle ist falsch, Dong: So das Motto der Aktivisten. Eine Gruppe, die sich KlimaX nennt, war in einem Demonstrationszug aus der Innenstadt vor die Kraftwerkstore gezogen. "Wir wollen zivilen Ungehorsam zeigen, und unser Ziel ist, dass die Politik diesen Bau in Lubmin stoppt", erklärte KlimaX-Sprecherin Louise Nøhr: "Es geht nicht, dass der dänische Staat nicht reagiert, wenn ein Staatsunternehmen mit Energieproduktion im Ausland auf die schmutzigst mögliche Weise Geld verdienen will."
Dong will in Vorpommern in ein Kohlekraftwerk investieren, weil es in Dänemark praktisch unmöglich ist, neue Kohlereaktoren zu bauen. KlimaX verspricht wachsam zu bleiben und kündigte für die Zukunft weitere Aktionen an: "Kohleenergie ist ganz einfach nicht mit verantwortlicher Klimapolitik vereinbar".
Klimaretter.info/reni
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