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Australische Kleinstadt: Nur noch Leitungswasser

Eine kleine australische Stadt stellt ab heute den Verkauf von Wasser in Flaschen ein. Ab sofort werden nur noch Flaschen verkauft, die mit Leitungswasser aufgefüllt werden können. Bei dem Wasser-Flaschen-Bann von Bundanoon soll es sich um den ersten weltweit handeln. Den Bürgern geht es dabei vor allem ums Energiesparen und den Klimaschutz.


Bundanoons Bürger setzen ein Zeichen für den Klimaschutz. (Foto: Nick Reimer)

Die Bürger von Bundanoon hatten im Juli dafür gestimmt, kein abgefülltes Wasser mehr zu verkaufen, nachdem ein Getränkeproduzent das Wasser einer örtlichen Quelle vermarkten wollte. Das hätte dazu geführt, dass Tanklaster mit dem Wasser zum Abfüllen in Flaschen nach Sydney zu fahren, um die Flaschen unter anderem auch zurück nach Bundanoon zu bringen.

Deshalb hatte sich eine Kampagne gegen den Getränkeproduzenten formiert. "Ein Ladenbesitzer hier kam dann auf die Idee, dass wir hier direkt etwas tun könnten und aufhören könnten abgefülltes Wasser zu verkaufen", sagte John Dee, Sprecher der Kampagne.Die Kampagne sei vor allem deshalb so erfolgreich gewesen, "weil die Menschen merkten, dass sie Geld sparen und dabei gleichzeitig etwas für die Umwelt tun können", sagte er.

Im gleichen Atemzug mit dem Verbot von abgefülltem Wasser wurde außerdem eine Reihe von öffentlichen Trinkwasserbrunnen in der 150 Kilometer südwestlich von Sydney gelegenen Stadt eröffnet. Ladenbesitzer ersetzten demonstrativ die alten Flaschen durch wiederverwendbare, die in den Trinkwasserbrunnen oder direkt in den Läden aufgefüllt werden können.

klimaretter.info/jz

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