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Mit Sandsäcken gegen Kohlekraftwerke

 

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Mit einer Barrikade aus 1500 Sandsäcken hat die Umweltschutzorganisation vor dem Bundeskanzleramt für eine wirksame Klimaschutzpolitik protestiert. Etwa 40 Aktivisten errichteten am Montagmorgen einen symbolischen Hochwasserdamm, um die Forderung nach einem Verzicht auf neue Braunkohlekraftwerke zu illustrieren. Die derzeit geplanten neuen Anlagen würden auf Jahrzehnte einen hohen co2-Ausstoß für Deutschland festschreiben und damit zum Anstieg der Meeresspiegel beitragen, so Greenpeace

 

Auf einem sechs Meter langen Transparent forderte die Organisation eine Entlassung von Vorstandsvorsitzenden des Energiekonzerns Vattenfall als Klimaberaterin der Kanzlerin. "Mit der Ernennung von Vattenfall-Chef Josefsson zum Klimaberater hat Frau Merkel den Bock zum Gärtner gemacht", sagte Karsten Smid, Klimaexperte von Greenpeace. Die Kohlekraftwerke des Energieversorgers gehörten in Deutschland zu den größten Kohlendioxid-Quellen, zudem wolle das Unternehmen weitere 3,5 Milliarden Euro in die klimaschädliche Kohletechnik investieren. Neue Kraftwerke hätten zwar höhere Wirkungsgrade als alte, aber sie stoßen pro Kilowattstunde erzeugten Stroms immer noch erheblich mehr co2 aus als beispielsweise Erdgaskraftwerke. (Weitere Informationen zum Thema Kohle finden Sie hier.) 

Greenpeace wirft Vattenfall vor, die privilegierten Zugänge zum Kanzleramt zum eigenen Vorteil - und zum Nachteil des Klimas - zu nutzen. "Vertrauliche Briefe Josefssons an Merkel sind an der Tagesordnung", so die Organisation. "Nach einem solcher Briefe bekamen im Frühjahr Vattenfalls besonders klimaschädliche Kraftwerke zusätzliche Verschmutzugsrechte geschenkt. Damit stieg deren Wettbewerbsfähigkeit. Im September wurde die Kanzlerin per Post aufgefordert, sich für das geplante Vattenfall-Kohlekraftwerk in Hamburg-Moorburg einzusetzen. Dabei lehnt sogar der in der Hansestadt regierende CDU-Senat das umstrittene Projekt ab."  

Das Bundesumweltministerium wies die Greenpeace-Kritik an neuen Kohlekraftwerken zurück. Die strengenen Regeln beim Emissionshandel , die ab 2008 gelten, würden die Investitionen in diese Technologie bremsen und die Gesamtmenge des ausgestoßenen co2 wie gewünscht begrenzen, erklärte ein Sprecher.   


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