Bloomberg: Millionen-Spende gegen Kohle

Nach der Ankündigung von US-Umweltbehördenchef Scott Pruitt, den "Clean Power Plan" zu kippen, steckt New Yorks ehemaliger Bürgermeister Michael Bloomberg weitere Millionen in die Anti-Kohle-Kampagne der US-Umweltorganisation Sierra Club. Am Mittwoch kündigte der Milliardär eine Spende von 64 Millionen US-Dollar an.

BildDer frühere New Yorker Bürgermeister will die US-Klimabewegung dabei unterstützen, Trumps Anti-Klima-Politik auszugleichen. (Foto: Boss Tweed/​Flickr)

Der "Plan für saubere Energie" war wegen Verfassungsklagen aus dem republikanischen Lager ohnehin nie zur Umsetzung gekommen und liegt derzeit beim Obersten Gerichtshof. "Die Trump-Regierung muss verstehen, dass der Krieg gegen die Kohle nie von Washington aus geführt wurde, deshalb kann Washington ihn auch nicht beenden", sagte Bloomberg.

Der Niedergang der US-Kohleindustrie – fast die Hälfte der ursprünglichen Kohlekraftwerke wurde in den vergangenen Jahren abgeschaltet – sei auf Markttrends und auf die Anti-Kohle-Bewegung zurückzuführen, meint Bloomberg. "Mit der neuen Spende schaffen wir es hoffentlich bis 2020, dass 60 Prozent der ursprünglichen Kohlekraftwerke vom Netz gehen."

Es ist nicht das erste Mal, dass der Unternehmer die Kampagne finanziert. Über die Jahre hat er nach eigenen Angaben bereits 100 Millionen US-Dollar an den Sierra Club und dessen Kampagne "Beyond Coal" gespendet.

klimaretter.info/scz

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