Countdown beim Volksbegehren in Brandenburg
Zum Endspurt des Volksbegehrens gegen neue Tagebaue in der Lausitz organisieren die Initiatoren von heute (Montag/10.30) an eine Pinguin-Tour. Sie beginnt in Oranienburg (Oberhavel). Überlebensgroße Pinguine sollten auf den globalen Klimawandel aufmerksam machen, an dem die Braunkohleverstromung in der Lausitz mitschuldig sei, teilten die Veranstalter mit. Initiiert und unterstützt wird das Volksbegehren durch die Partei Die Linke (PDS), die Bündnisgrünen, Umweltverbände sowie die Kirchen.
Falk Hermenau, Koordinator des Volksbegehrens: "Die Klimaschutz-Pinguine erinnern daran, dass die Bürger nur noch bis zum 9.Februar das Volksbegehren unterschreiben und damit einen Schritt zu wirklichem Klimaschutz einleiten können. Der Konzern Vattenfall selbst mußte zugeben, dass es für die Braunkohle der nächsten geplanten Tagebaue keine klimafreundliche Verstromung in Sicht ist. Gehen Sie deshalb diese Woche unbedingt in Ihr Meldeamt!"
Vattenfall-Vorstand Reinhard Hassa mußte kürzlich in einer Podiumsdiskussion mit Vertretern des Volksbegehrens einräumen, dass mehr als 2200 von Vattenfall geplante Bergbauumsiedlungen den klimaschädlichsten Altkraftwerken dienen werden. Die öffentlich propagierte Zusage, Kohle aus neuen Tagebaue solle mit Kohlendioxid-Abscheidung verstromt werden, gelte nicht für die geplanten Erweiterungen der Tagebaue Nochten (1600 Umsiedlungen) und Welzow-Süd (1255 Umsiedlungen). Damit verknüpft Vattenfall die umfangreichsten geplanten Umsiedlungen mit der maximalen Klimaschädlichkeit herkömmlicher Braunkohlenkraftwerke. Diese stoßen bundesweit die größte Kohlendioxid-Menge pro erzeugter Kilowattstunde Strom aus. Die beiden genannten Tagebaue würden in ihrem Betriebszeitraum rund 500 Millionen Tonnen Kohlendioxid freisetzen.
Auf der bis 9. Februar dauernden Tour bitten Pinguine, die der Klimawandel aus der Antarktis vertrieben habe, in Rathäusern und Meldeämtern um Asyl. Die weiteren Stationen sind:
Di, 3.2.09; 10.00 Uhr: Bernau, Bürgermeisterstraße 25 (MdB Dagmar Enkelmann anwesend)
Di, 3.2.09; 14.00 Uhr: Cottbus, Karl-Marx-Str. 67
Mi, 4.2.09; 10.00 Uhr: Fürstenwalde, Am Markt 4-6
Mi, 4.2.09; 15.00 Uhr: Frankfurt/Oder, Bischofstraße 6 (mit Straßentheater)
Do, 5.2.09; 10.00 Uhr: Eisenhüttenstadt, Zentraler Platz 1
Do, 5.2.09; 14.00 Uhr: Senftenberg, Markt 1
Fr, 6.2.09; 10.15 Uhr: Brandenburg/Havel,
Einen Kommentar finden Sie HIER.
Die Kohlosaurustour ist HIER beschrieben.
Und HIER gibt es umfassende Informationen.
klimaretter.info/red
Guter Journalismus kostet
Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein
Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.
Spendenkonto
Die Schlagzeilen um 12 Uhr
In dieser Woche am meisten gelesen
Meinungen: Rezension
Die Übermacht der fossilen Industrie In Bonn wird auf der UN-Frühjahrstagung gerade wieder über das Klima verhandelt. Ein umweltverträglicher Kapitalismus ist jedoch nicht abzusehen. Aber auch die Kritiker tun sich schwer - ihnen fehlen die Alternativen. Eine Rezension von Felix Werdermann [mehr...]
Meinungen: Standpunkte
"Altmaier muss die Energiewende retten" Nun ist es amtlich: Der Bundespräsident hat Norbert Röttgen (CDU) entlassen und Peter Altmaier (CDU) seine Ernennungsurkunde zum Umweltminister überreicht. Dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nun einen ihrer engsten Vertrauten für das Projekt Energiewende ins Rennen schickt, ist wichtig für die Kontiunität der Energiewende und für das Kräftespiel zwischen Wirtschafts- und Umweltministerium, findet klimaretter.info-Herausgeber Gero Lücking. [mehr...]
Jahrestag
Das Fukushima-Dossier
11. März 2011: Die Welt wird mit Stärke 9 erschüttert, fast 20.000 Menschen sterben. Die Atomanlagen havarieren, ein politischer Tsunami folgt. Kanzlerin Merkel ändert binnen 7 Monaten ihre Politik komplett, die Welt diskutiert die Atomkraft. Zum Jahrestag präsentiert klimaretter.info jenes Dossier, das damals im Nachrichtendschungel Orientierung gab. [mehr]
Aktion des Monats Das Netzwerk Friends of the Earth hat eine Europäische Bürgerinitiative für den EU-weiten Atomausstieg gestartet. BUND-Hubert Weiger, einer der Initiatoren sagt, mit der Volksinitiative habe man "jetzt endlich eine greifbare Möglichkeit, den Weg in eine sichere und saubere Energiezukunft zu ebnen". Nutzen wir sie! [mehr] | Zu Ihrem Vorteil Sie lesen uns gerne und regelmäßig? Sie finden unser Angebot interessant, hilfreich und erhellend? Dann müssen Sie uns helfen! Unabhängiger Journalismus kostet Geld, und wenn RWE, Vattenfall, die CDU oder die Netzbetreiber nicht dafür zahlen, dann doch wohl Sie! Abonnieren Sie uns, für 3, 5 Euro oder 50 im Monat, für 100 Euro im Jahr - oder "Flattrn" Sie uns [mehr...] |
Klimaretter-Jobbörse
Die Pioniere der Energiewende
Ein Elektroingenieur für den Bereich Netzanschluss gesucht? Einen Sicherheitsexperten für die Windkraft? Eine Klimaberaterin für die Verbraucherzentrale in Mainz? Auf der klimaretter.info Jobbörse werden viele spannende Jobs zur Energiewende angeboten. [mehr]
Lexikon Was eigentlich ist TREC und was die COP? Wie berechnet sich der Heizwert und wie die Wärmestrahlung? Wie funktioniert Contracting, wie ein Smart Grid? Antworten auf diese und viele andere Fragen finden Sie in unserem Lexikon zum Stöbern - und Nachfragen [mehr] | Klimaretter-Beichtstuhl Na, doch wieder einmal schwach geworden? Doch wieder eine unnötige Strecke mit dem Auto gefahren? Doch wieder ins Flugzeug gestiegen? Fehler zu (be)kennen, ist der erste Schritt zur Besserung: Erzählen Sie einfach sich, was Sie bereuen. Und warum. Sie werden sehen: Das erleichtert! Nutzen Sie einfach unseren "klimaretter.info-Beichtstuhl". [mehr...] |
Deutsche Stahlwirtschaft: Pure Panikmache
DB mobil, die Kundenzeitschrift der Bahn, ist eine honorige Publikation. Erstens beträgt ihre Auflage mehr als 500.000 Stück, nur wenige Magazine bewegen sich in diesen Größenordnungen. Zweitens ist die Zeitschrift gut gemacht. Im Maiheft geht es beispielsweise um Elektromobilität, die[…] [mehr...]Mehr vom Lügendetektor
Klimaretter-Dossiers
Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E10 und das Politikversagen - Wie es jetzt weiter geht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erderwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Bilanz der Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs
Klimakonferenz-Specials
Durban Dezember 2011 - COP17 in Südafrika
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Dezember 2009 - Kopenhagen Countdown
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznan Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13





Umweltverbände übergeben Sammeleinwendungen gegen Braunkohleprojekt von Vattenfall
Bereits zum 5. Mal protestierten die vom Tagebau Jänschwalde Nord bedrohten Dörfer mit einem Sternmarsch gegen ihre Zerstörung. Mit dabei waren auch Menschen aus Sachsen, aus Polen und aus dem Rheinland.
Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers will sich nun doch nicht für einen schnelleren Beginn der Speicherung und Abspaltung von Kohlendioxid (CCS) in der Lausitz einsetzen
Die Brandenburger Landesregierung will in Kürze eine neue Energiestrategie vorstellen. Die SPD und Teile der Linkspartei wollen auch ohne CCS-Technologie an der Braunkohle festhalten – und sind dafür bereit, die bisherigen Klimaschutzziele über Bord zu werfen.
Klimaschützer protestieren vor Brandenburger Landesparteitag
Die Allianz für Welzow schickt 15 Fragen an ihre Landtagsabgeordneten zum geplanten Braunkohletagebau
Das Landeskabinett will bis 2030 an der Braunkohle festhalten
Brandenburgs Umwelt- und Wirtschaftsministerien präsentierten heute die Eckpunkte für die geplante Energiestrategie 2030. Der Entwurfstext wird jedoch nur ausgewählten Organisationen zur Verfügung gestellt. Die Landesregierung setzt weiter auf Braunkohle, dies soll mit CCS-Technologie ausgestattet werden. Notwendig ist hierfür ein europaweites Kohlendioxid-Pipelinenetz.
Der Parteitag wendet sich gegen den Kurs der rot-roten Koalition und lehnt CCS und neue Braunkohletagebaue ab
Brandenburgs Wirtschaftsminister soll Grundlagen für Energiestrategie 2020 offenlegen
Tagebau- und CCS-Gegner wollen stärker zusammenarbeiten. Fachleute diskutierten Chancen zur Verhinderung des Vattenfall-Tagebaus Jänschwalde-Nord
Nach der gestrigen Absage von Vattenfall wollen Anti-CCS-Bündnisse trotzdem weiter gegen die Technik protestieren
Kirchentag in Bremen: Werden die Christen sich diesmal verstärkt der Bewahrung der Schöpfung widmen? Oder bleibt es bei Masken-Samba-Rummel
Am morgigen Mittwoch stellt die Parteispitze der brandenburger Linken den Koalitionsvertrag mit der SPD zur Abstimmung. Zuvor wirbt der Vorstand in Regionalkonferenzen für das Vertragswerk an der Basis. Aber die zürnt wegen der Kehrtwende der Partei in der Braunkohle- Politik.
Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern: Die Linke stimmt in Brandenburg der Zwangsumsiedlung von Menschen, der weiteren Verstromung von Braunkohle und damit der Klimazerstörung zu. Mit dem neuen Koalitionsvertrag besiegeln sie ein weiter-so! 


