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Waldbesetzer protestieren gegen Kahlschlag

Der Kahlschlag naht, aber der Widerstand geht weiter: Aktivisten der Umweltorganisation Robin Wood protestierten am Mittwoch im Zentrum von Frankfurt gegen die Rodung eines großen Teils des Kelsterbacher Walds für die geplante Flughafenerweiterung des Rhein-Main-Airports. Flughafenbetreiber Fraport hat dafür bereits 50 Hektar des Kelsterbacher Walds kahl geschagen. Weitere 200 Hektar Wald sollen noch weichen. 

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Robin Wood Aktivisten gehen auch in der Frankfurter Innenstadt auf die Bäume 

Seit Mai letzten Jahres halten Robin Wood Aktivisten und andere Umweltschützer ein Camp im Kelsterbacher Wald besetzt , um den Kahlschlag für die vierte Landebahn des Flughafens zu verhindern. Der Verwaltungsgerichtshof (VHG) Kassel hatte in der vergangenen Woche vorab grünes Licht für den Ausbau gegeben und zahlreiche Eilanträge gegen die geplante Rodung abgewiesen. Seitdem bahnen sich die Harvester ihren Weg durch den Wald: Bis März will Fraport sämtliche für den Bau der Landbahn benötigten Waldflächen kahlschlagen. 

Möglich macht das die Stadt Kelsterbach: Fraport-Vizechef Stefan Schulte und der Kelsterbacher Bürgermeister Manfred Ockel (SPD) präsentierten nach der Entscheidung des VGH ein Papier, in dem sich die Stadt Kelsterbach bereit erklärt, den Stadtwald an Fraport zu verkaufen und die Klage gegen den Flughafenausbau zurück zu ziehen. Darüber wird die Kelsterbacher Stadtverordnetenversammlung am 9. Februar entscheiden. 

Das Hauptverfahren zu zahlreichen Klagen gegen den Flughafenausbau wird jedoch erst im Juni eröffnet: Durch den vorzeitigen Verkauf des Kelsterbacher Waldes wird es Fraport ermöglicht, unumkehrbare Tatsachen zu schaffen, kritisiert Robin Wood. 

In der Kelsterbacher Stadtverordnetenversammlung hat die SPD die absolute Mehrheit. "Wir befürchten, dass für diesen Kuhhandel bereits eine Mehrheit organisiert wurde", so Monika Lege, Robin Wood Verkehrsexpertin. Die Aktivisten appelieren trotzdem an die Kelsterbacher Stadtverordneten, gegen den Verzicht auf die Eigentums- und Prozessrechte zu stimmen: "Sie haben Ihr Mandat von den Bürgerinnen und Bürgern bekommen. Ein unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgehandelter Deal mit der Fraport widerspricht Ihrem demokratischen Auftrag".

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