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RWE-Klage: Gericht lässt Berufung zu

Der peruanische Bauer Saúl Luciano Lliuya klagt weiter gegen RWE: Wie die Umweltorganisation Germanwatch mitteilte, wurde seine Berufung vom Oberlandesgericht Hamm zugelassen. Luciano hatte RWE verklagt, weil sein Wohnort in den peruanischen Anden vom Klimawandel bedroht ist: Ein oberhalb liegender Gletschersee wächst stetig an und könnte auch sein Haus überfluten. Luciano fordert von RWE, sich als größter CO2-Emittent Europas an den Schutzmaßnahmen zu beteiligen. Seine Klage war jedoch im Dezember vergangenen Jahres vom Landgericht Essen abgewiesen worden.

BildDer Bauer und Bergführer Saúl Luciano Lliuya vor seinem Haus in Huaraz. (Foto: Germanwatch)

Die Berufung wird nun am 13. November dieses Jahres in Hamm verhandelt. "Ich bin zuversichtlich, dass der nun angesetzten ersten Verhandlung die Beweisaufnahme folgen wird", sagte Rechtsanwältin Roda Verheyen, die den Kläger vertritt. Dann gehe es darum, ob das Überflutungsrisiko für die Stadt Huaraz, in dem Luciano lebt, eine Folge des globalen Klimawandels ist und damit auch eine Folge der Emissionen von RWE.

Seine Entscheidung, die Klage abzuweisen, hatte das Essener Landgericht damit begründet, dass die Emissionen des Konzerns nicht eindeutig genug mit den schmelzenden Andengletschern in Verbindung gebracht werden könnten. Außerdem beruhe der Anteil von RWE am Klimawandel nur auf Schätzungen.

Rechtsanwältin Verheyen hält diese Begründung für falsch. Nur weil viele Verursacher den Klimawandel herbeiführten, entfalle nicht die rechtliche Verantwortung des einzelnen.

klimaretter.info/fme

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