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Klimaaktivisten besetzen Kohlebahn

Am Samstag haben Klimaaktivisten vier Stunden lang einen Streckenabschnitt der Kohlebahn im Kölner Stadtwald besetzt. Über die Zuglinie wird das Braunkohlekraftwerk Merkenich in Köln beliefert. Nach Aussagen der Aktivisten nahmen etwa 100 Personen an der Aktion teil.

BildDie Aktivisten auf den Schienen der Kölner Kohlebahn. Sie betonen, dass der Klimawandel vor allem die Lebensgrundlage von Menschen bedroht, die ihn gar nicht verursacht haben. (Foto: Ende Gelände Köln)

Das Kraftwerk Merkenich produziert in Kraft-Wärme-Kopplung sowohl Wärme als auch Strom. Betreiber ist die Rheinergie AG, die zu 80 Prozent der Stadt Köln und zu 20 Prozent dem Energiekonzern RWE gehört. Merkenich ist das einzige Rheinergie-Kraftwerk, das neben Erdgas in einer eigenen Kesselanlage auch Braunkohlegranulat verfeuert.

Das Bündnis Ende Gelände Köln gab an, sich mit der Besetzung für die großen Massenaktionen zivilen Ungehorsams im Rheinischen Braunkohlerevier im August und November vorbereiten zu wollen. Vom 18. bis 29. August soll im Rheinland das jährliche Klimacamp stattfinden, von dem aus Aktivisten bereits in den vergangenen zwei Jahren Protestaktionen gegen die Kohlegewinnung und -verstromung organisiert hatten. Darüber hinaus sind auch für den Herbst Aktionen geplant, wenn vom 6. bis 17. November die 23. UN-Klimakonferenz in Bonn stattfindet, deren Präsidentschaft der pazifische Inselstaat Fidschi übernommen hat.

"Wir fordern den sofortigen Kohleausstieg", sagte Ende-Gelände-Sprecherin Lina Meyer. Ein Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohleverstromung sei möglich und dringend nötig. "Wenn die Politik den Kohleausstieg nicht beschließt, sehen wir uns genötigt, ihn selbst in die Hand zu nehmen."

klimaretter.info/em

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