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Dakota-Pipeline vorerst gestoppt

Ein umstrittenes Teilstück einer 1.900 Kilometer langen Ölpipeline in den USA, die Fracking-Gebiete im Bundesstaat North Dakota mit Illinois verbinden sollte, wird vorerst nicht gebaut. Das US Army Corps of Engineers (USACE), das über die Rechte an Grund und Boden verfügt und für staatliche Auftraggeber Leistungen ausführt, hat jetzt angekündigt, der Betreiberfirma der Pipeline keine Genehmigung für den Bau der sogenannten Dakota Access Pipeline zu geben.

BildAnketten an Baumaschinen gehörte zu den Protestformen gegen die Pipeline. (Foto: Desiree Kane/Wikimedia Commons)

Die Leitung sollte den Lake Oahe, keine halbe Meile von einem Territorium der Sioux entfernt, unterqueren. Seit Monaten hatten Ureinwohner und Umweltaktivisten gegen den Bau protestiert, weil sie eine Gefährdung des Grundwassers befürchten. Auch wären heilige Stätten der Indianer betroffen.

Bei der Entscheidung bezieht sich das USACE besonders auf ein Treffen mit Vertretern der Ureinwohner Mitte November, bei dem es "neue Informationen" gegeben habe, die klargestellt hätten, dass die bisherigen Untersuchungen nicht ausreichten. Die beste Lösung sei nunmehr, nach einer Alternativroute für die geplante Querung zu suchen.

Ob der Baustopp Bestand haben wird, ist unklar. Laut Medienberichten lehnte die an der Pipeline-Trasse gelegene Stadt Bismarck schon einmal eine Route in Stadtnähe ab – aus demselben Grund einer möglichen Gefährdung des Grundwassers. Auch der Pipeline-Betreiber ist gegen eine veränderte Routenführung. Der desiginierte US-Präsident Donald Trump soll den Bau der Leitung auf der jetzt gestoppten Route befürworten.

klimaretter.info/jst

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