Klimabewegung nimmt sich Zeit

Etwa 1.000 Teilnehmer aus ganz Europa erwarten die Organisatoren am kommenden Freitag zum gut einwöchigen Klimacamp im Rheinland, wie sie heute mitteilten. Das Camp richte sich gegen die Zerstörung von Dörfern und Ökosystemen durch den Braunkohletagebau sowie gegen die fatalen Auswirkungen der Kohleverstromung auf das globale Klima.

BildDerzeit noch im Aufbau befindlich: das Klimacamp in Lützerath im Rheinland. (Foto: Klimacamp/Flickr)

Schwerpunkte des Klimacamps seien dabei Bildung sowie das Entwickeln neuer Aktionsformen, sagte Camp-Sprecher Milan Schwarze zu klimaretter.info. Diese Themen seien als gute Ergänzung zu den Aktionen von "Ende Gelände" im Frühjahr in der Lausitz zu verstehen. Schwarze weiter: "Unter dem Alltagspolitikstress kommen wir oft nicht dazu, uns über grundlegende Fragen der Klimabewegung zu verständigen. Dafür wollen wir uns Zeit nehmen."

So bietet ein Aktionslabor ab dem 24. August eine Plattform, auf der Gruppen selbstorganisiert Aktionen vorbereiten und durchführen können – vom Straßentheater bis zum zivilen Ungehorsam. Über das Wochenende findet vom 19. bis 23. August parallel die Degrowth-Sommerschule auf dem Klimacamp statt. Unter dem Titel "Skills for System Change" will die Sommerschule gerechte und ökologische Alternativen zur aktuellen Wirtschaft diskutieren und erproben.

Das Klimacamp selbst läuft bis zum 29. August in dem kleinen Ort Lützerath. Geplant ist unter anderem am 20. August eine Demonstration mit dem Motto "Kohle oder Zukunft?" im nahen Borschemich. Der Zug soll um 14.30 Uhr starten und gegen 16.30 Uhr in Keyenberg in ein Straßenfest übergehen. Auf die Beine gestellt wird das Fest von einem Bündnis lokaler Initiativen wie "Buirer für Buir", der Dorfinteressengemeinschaft Wanlo sowie der Initiative Bergbaugeschädigter zusammen mit dem BUND Nordrhein-Westfalen, der Plattform Campact sowie dem Klimacamp.

klimaretter.info/jst

[Erklärung]  
Anzeige
blog comments powered by Disqus

Anzeige

Anzeige

Kolumnen

Alle Kolumnen lesen
Alle Herausgeber-Interviews lesen