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Aktivisten blockieren Wall Street

BildEtwa eintausend Demonstranten haben am Montag die Börse in New York blockiert. Mit dem Protest an der Wall Street wollten die Klimaschützer die Schuld des Kapitalismus am Klimaproblem anprangern, wie die Gruppe Flood Wall Street erklärte. Aus Geldgier profitierten Kreditgeber und Anleger von einem "System, das sowohl die Krise ausgelöst hat als auch die Menschlichkeit bedroht", lautet die Kritik. In der Nacht zu Dienstag nahm die Polizei nach Angaben des Magazins Politico einhundert Demonstranten fest. Am Sonntag waren 310.000 Menschen in New York für mehr Klimaschutz auf die Straße gegangen.

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It's the economy, stupid! Eintausend Menschen beteiligten sich an der Börsenblockade. (Foto: floodwallstreet.net)

In Russland hat der Geheimdienst FSB Delegierte der Weltkonferenz der Indigenen Völker festgehalten. Wie das Zentrum Indigener Völker KMNS mitteilte, wurde der Pass von Rodion Suljandsiga, dem Vizepräsidenten des Indigenen-Dachverbandes, am Moskauer Flughafen eingezogen. Am Montag hatte der Weltgipfel begonnen, auf dem es auch um die Konflikte zwischen Ureinwohnern und Erdölindustrie geht. Suljandsiga sollte einen Runden Tisch zu den Auseinandersetzungen zwischen arktischen Indigenen und der Erdölindustrie leiten. Auch andere Vertreter wurden festgehalten, einigen wurden ebenfalls die Pässe entzogen.

Am Sitz der UNO kommen heute 126 Staats- und Regierungschefs zum Ban-Ki-Moon-Gipfel zusammen, um über mehr Klimaschutz zu beraten. Bundeskanzlerin Angela Merkel lässt sich von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks vertreten, weil die Kanzlerin an diesem Tag lieber den Tag der Deutschen Industrie des BDI eröffnen will. Nach Angaben der Weltbank fordern mittlerweile 73 Staaten eine weltweite Kohlendioxid-Steuer. Zu den Fürsprechern gehören auch China und Russland. US-Außenminister John Kerry hatte auf dem Wirtschaftsforum des Gipfels am Montag erklärt: "Wir haben klare Signale aus der Wirtschaft, die eine Steuer auf Kohlendioxid fordern." Dem Vernehmen nach will Ban Ki Moon eine solche weltweite Steuer auf dem Gipfel vorschlagen.

klimaretter.info/reni

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Alle Beiträge zum Ban-Ki-Moon-Gipfel finden Sie in unserem New-York-Dossier

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