Schwerpunkte

1,5 Grad | Trump | Wahl

Kohleprotest im Rheinland: Bagger besetzt

Gut 20 Teilnehmer des Klimacamps im Rheinischen Braunkohlerevier haben heute Mittag im Tagebau Garzweiler II einen der riesigen Abbau-Bagger besetzt. Oberhalb des Kraterrandes unterstützten rund 50 Aktivisten die Aktion durch Zurufe und mit Transparenten. Auch ein Werkstor der Tagebaubasis wurde für längere Zeit blockiert. Gegen 14 Uhr begannen Polizeikräfte die Bagger-Blockade aufzulösen.

Bild
David lässt sich gegen Goliath etwas einfallen: Besetzung eines Riesen-Baggers – Demonstranten sitzen und stehen an den Kettenrädern. (Foto: Marcus Meier)

Sie kesselten die Demonstranten für mehr als anderthalb Stunden ein, bei Redaktionsschluss war die Polizeiaktion noch nicht beendet. Andere Aktivisten hatten sich oberhalb des Kraters aneinandergekettet, eine Aktionsform, die in der Vergangenheit vor allem bei der Verzögerung von Castor-Transporten eingesetzt wurde. Melanie Schubert von der Gruppe AusgeCO2hlt wertete die Aktion als Erfolg: "Es ist gelungen, den Braunkohleabbau mit Mitteln des zivilen Ungehorsams für mehrere Stunden aufzuhalten", so die Aktivistin.

Die Aktionen richten sich gegen das Engagement des Energiekonzerns RWE im Rheinischen Revier zwischen Köln, Aachen und Mönchengladbach. In der Region betreibt RWE noch immer mehrere Braunkohletagebaue und Kraftwerke. Das Klimacamp in der Kleinstadt Erkelenz begann am Dienstag und geht noch bis Samstag. Die Teilnehmer diskutieren über den Zusammenhang von Kohleausstieg, Postwachstum, Antikapitalismus und neuen ökologischen Lebensstilen.

klimaretter.info/mm

[Erklärung]  
blog comments powered by Disqus

Anzeige

Anzeige

Kolumnen

Alle Kolumnen lesen
Alle Herausgeber-Interviews lesen