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"Arctic Sunrise" vor dem Seegericht

Die Niederlande haben im Fall der "Arctic Sunrise" den Internationalen Seegerichtshof in Hamburg angerufen. Das auf der Grundlage des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen arbeitende Gericht solle mit einer einstweiligen Verfügung die Freilassung der 30 in Murmansk inhaftierten Greenpeace-Aktivisten und Journalisten verfügen, heißt es in einer Mitteilung des niederländischen Außenministeriums. Das in Murmansk festgesetzte Greenpeace-Schiff fährt unter niederländischer Flagge.

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Vor Monatsfrist haben die russischen Behörden die 30 Aktivisten in der Petschorasee festgenommen. Ihr Schiff liegt jetzt im nordrussischen Murmansk fest. (Foto: Salvatore Barbera/Wikimedia Commons)

Die Niederlande hatten bereits die Einleitung eines Schiedsverfahrens nach dem UN-Seerechtsübereinkommen erwirkt, waren damit aber gescheitert. Die russische Justiz hat alle Greenpeace-Aktivisten der Piraterie angeklagt, die mit der "Arctic Sunrise" gegen die Öl- und Gasförderung von Gazprom in der Arktis protestiert hatten. Ihnen drohen bis zu 15 Jahre Haft.

Der Internationale Seegerichtshof wacht über die Auslegung und Anwendung des 1994 in Kraft getretenen Seerechtsübereinkommens. Russland trat diesem 1997 bei. Experten rechnen damit, dass die Kammer mit 21 internationalen Richtern binnen eines Monats entscheiden wird.

klimaretter.info/reni

Wer dem russischen Botschafter schreiben will, kann das HIER tun. Eine Chronologie der Ereignisse gibt es HIER.

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