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Divestment-Kampagne zieht Fossilen Geld ab

Eine Kampagne, die Investoren davon überzeugen will, ihr Geld aus dem fossilen Energiesektor herauszuziehen, ist erfolgreicher als ähnliche Kampagnen der vergangenen Jahre in Themenfeldern wie der Tabakindustrie, dem Rüstungssektor, dem Glücksspiel oder der Pornografie. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der Universität Oxford in einer Studie. Zwar entstehe durch solche Divestment-Kampagnen den Unternehmen auf der Suche nach Investoren nur ein geringer direkter finanzieller Schaden. Erheblich sei jedoch der finanzielle Schaden, der sich durch den Imageverlust ergebe, so die Wissenschaftler.

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Für die Organisatoren der Fossil Fuel Divestment Campaign ist der Rückzug aus Beteiligungen an fossilen Projekten vor allem eine ethische Frage. (Foto:
snowpeak/Wikimedia Commons)

Konkret haben die britischen Forscher die Fossil Fuel Divestment Campaign untersucht, der sich seit 2010 mittlerweile 41 Institutionen angeschlossen haben. Die in den USA gestartete weltweite Kampagne zielt darauf ab, dass Stiftungen, zum Beispiel von Universitäten oder Pensionsfonds und weitere Anleger ihr Geld aus Projekten zur fossilen Energiegewinnung abziehen und damit deren Finanzierungsgrundlage schwächen.

"Die Stigmatisierung stellt für Unternehmen, die im Bereich fossiler Energien tätig sind, eine ernst zu nehmende Gefahr dar", erläutert Ben Caldecott, einer der Studienautoren. "In jedem einzelnen Fall, den wir uns angesehen haben, waren die Kampagnen erfolgreich darin, Druck in Richtung strengerer Regeln zu machen." Allerdings räumen die Wissenschaftler auch ein, dass der bisherige Einfluss der untersuchten Kampagne angesichts der Finanzmittel der fossilen Giganten "relativ gering" sei.

Die Studie der Universität Oxford ist Teil eines größeren Forschungsprojekts zu Geldanlagen und wird unter anderem von der Ratingagentur Standard & Poor's und der Bank HSBC unterstützt.

klimaretter.info/red

Am 27. Oktober startet in Berlin die Fossil Free Europe Tour. Der Klimaaktivist Bill McKibben und weitere Experten aus der Klimabewegung wollen damit eine europaweite Fossil-Free-Bewegung anschieben.


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