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Polen: Protest gegen Fracking geht weiter

Seit zwei Wochen blockieren Einwohner des polnischen Dorfes Żurawlów die Zufahrt einer Bohrstelle des US-Konzerns Chevron. Wie das polnische Nachrichtenmagazin Wolne Media berichtet, hat sich der Konflikt zwischen den Blockierern und Chevron in den letzten Tagen weiter zugespitzt. So habe die Polizei 46 Protestierer zum Verhör geladen und ihnen Landfriedensbruch vorgeworfen. Außerdem habe Chevron eine Kamera installiert, die permanent auf die Blockierer aus dem Dorf gerichtet sei.

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"Wir fordern von Chevron, seine Pläne aufzugeben und unser Land zu verlassen", so der Aufruf der Bewegung Occupy Chevron Poland. (Foto: Andrzej Bąk)

Der Grund für die Blockade ist die umstrittene Fracking-Technologie: Nachdem Chevron im polnischen Verwaltungsbezirk Lublin erfolgreich nach Schiefergas gebohrt hatte, wollte das Unternehmen nun mit der Förderung in Żurawlów beginnen – bisher liegt aber offziell nur eine Konzession für die Erkundung vor. Seit dem 3. Juni blockieren Landwirte aus Żurawlów und Umgebung Tag und Nacht die Bohrstelle, wie ein deutsch-polnisches Nachrichtenportal mitteilte. Die Blockierer befürchten, dass die Wasser- und Bodenqualität durch die Förderung des Schiefergases beeinträchtigt werden könnte.

Die Blockade in Żurawlów wird international unterstützt, berichtet Wolne Media. Menschen aus der ganzen Welt unterzeichneten eine Petition gegen die Aktivitäten von Chevron. Medien aus Frankreich, Polen und Tschechien berichteten über die Blockierer. Seit vergangenem Sonntag nutzen die Aktivisten von Occupy Chevron eine Facebook-Seite, um sich zu vernetzen und über den neuesten Stand der Dinge zu informieren. 

klimaretter.info/lss

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